Die Bluttat von Cottbus gibt Rätsel auf. Am Sonntagabend, 17. Mai, hatte ein 32-jähriger Mann aus Afghanistan seine 28-jährige Ehefrau getötet. Nach Informationen der Lausitzer Rundschau mussten die drei kleinen Kinder des Ehepaars die Tat mit ansehen.
Die Tat soll schon in der Wohnung des Paars im Cottbuser Stadtteil Neu Schmellwitz begonnen haben. Schließlich stürzte die Frau aus dem Fenster, der Mann tötete die 28-Jährige, die laut Polizei auf dem Gehweg vor einem Mehrfamilienhaus starb. Für das Verbrechen gibt es Augenzeugen: Anwohner mussten die Bluttat teilweise mit ansehen.
Warum es zu dieser Tat kam, ist bisher unklar. Nun durchleuchten die Ermittler das familiäre Umfeld. Gernot Bantleon, Leitender Oberstaatsanwalt in Cottbus, sagt: „Wir stehen am Anfang umfangreicher Ermittlungen, in die wir das gesamte Umfeld der Familie einbeziehen.“
Der mutmaßliche Täter, der inzwischen in Untersuchungshaft sitzt, schweigt. Daher gibt es derzeit auch noch keinen Hinweis auf ein mögliches Tatmotiv. Auch das Ergebnis der Obduktion der getöteten dreifachen Mutter steht noch aus.
Ob Ehestreitigkeiten, Geldprobleme oder möglicherweise Drogen im Spiel waren, ist derzeit ebenfalls ungeklärt. Gernot Bantleon: „Es wird dauern, bis wir Klarheit über das Geschehen gewonnen haben.“
Der Mann aus Afghanistan hatte seine Ehefrau am Abend gegen 19.30 Uhr vor dem Eingang eines Mehrfamilienhauses in Cottbus-Schmellwitz getötet. Augenzeugen sprechen von massiver Gewalteinwirkung. Die drei Kinder des Paares im Alter von drei, sechs und zehn Jahren sind vom Jugendamt in Obhut genommen worden.