Der Tatort: ein Gehweg vor einem Wohnblock an der Zuschka. Das ist eine Wohnstraße im Cottbuser Stadtteil Neu Schmellwitz. Hier hat die Kriminalpolizei am ein weißes Plastikzelt aufgebaut. An der Stelle, an der ein 32-jähriger Mann der Polizei zufolge Stunden zuvor seine Ehefrau (28) tötete.
Gegen 23.30 Uhr am Sonntagabend, 17. Mai. Es sind immer noch Polizisten aus Cottbus im Einsatz, dazu Feuerwehrleute, die mit einem Hilfeleistungslöschfahrzeug angerückt sind. Ein Auto mit der Aufschrift Kriminalpolizei steht neben dem Zelt, in dem Beamte Spuren sichern. Der weiße Faltpavillon ist genau im Winkel von zwei verbundenen Wohnblöcken aufgebaut worden und soll Einblicke von außen verwehren.
Rechts neben einem der Hauseingänge hat sich das Tötungsdelikt zugetragen. Der Täter ist laut Polizeisprecher Torsten Wendt ein Mann aus Afghanistan. Sein Opfer, die 28-jährige Ehefrau und Mutter von drei Kindern, stamme ebenfalls aus Afghanistan.
Die Tat geschah laut Polizei im öffentlichen Raum – direkt unter den Fenstern des Mehrfamilienhauses. Zeugen hätten beobachtet, wie der Mann in der Zuschka auf eine Frau mit massiver Gewalt einwirkte, sagt der Polizeisprecher laut Mitteilung. Das Opfer sei noch am Tatort seinen Verletzungen erlegen. Ermittler sprechen von einer Beziehungstat.

Tötungsdelikt in Cottbus: Notruf aus Neu Schmellwitz

Nach der Bluttat leuchten Halogenscheinwerfer am Lichtmast und Strahler am Dach des Feuerwehrautos die Szenerie gegen Mitternacht aus. Der Stromgenerator des Fahrzeugs läuft. Auch das Zelt der Kriminaltechniker ist innen ausgeleuchtet. Außer Einsatzkräften ist draußen niemand zu sehen.
Der Tatort in Cottbus-Schmellwitz befindet sich in der Ecke zwischen zwei verbundenen Wohnblöcken, auf einem Gehweg. Kriminaltechniker haben hier ein weißes Plastikzelt aufgebaut, sichern dort Spuren.
Der Tatort in Cottbus-Schmellwitz befindet sich in der Ecke zwischen zwei verbundenen Wohnblöcken, auf einem Gehweg. Kriminaltechniker haben hier ein weißes Plastikzelt aufgebaut, sichern dort Spuren.
© Foto: Oliver Haustein-Teßmer
Zwei PKW parken vor den Häusern und nah am Tatort. In einigen Fenstern brennt noch Licht. Es ist ruhig, und die Polizisten machen ihre Arbeit. Die Polizei ist nach eigenen Angaben gegen 19.30 Uhr am 17. Mai alarmiert worden, ein Notruf sei eingegangen. Beamte der Kriminalpolizei aus Cottbus, der Dienstgruppenleiter der Polizeidirektion, Beamte der Bereitschaftspolizei und Kriminaltechniker zur Spurensicherung sind am Tatort im Einsatz, ebenso wie die Berufsfeuerwehr Cottbus.
In sozialen Medien wie bei Facebook wird der Fall diskutiert. Eine Nutzerin schreibt, dass „jemand erstochen“ worden sei. Das bestätigt die Polizei zunächst nicht. „Ob ein Messer im Spiel war, kann ich derzeit noch nicht sagen“, sagt ein Polizeisprecher bereits am Sonntagabend zu LR Online.

Bluttat in Cottbus: Drei Kinder haben ihre Mutter verloren

Die Ermittlungen haben die Mordkommission der Polizeidirektion Süd und die Staatsanwaltschaft Cottbus übernommen. Die Staatsanwaltschaft will sich zu Details des Verbrechens noch äußern. Die drei Kinder der getöteten Frau im Alter von drei, sechs und zehn Jahren sind dem Jugendamt in Obhut übergeben worden.