Betrug in Cottbus: Falsche Fensterputzer stehlen von Senioren Bankkarten und Sparbücher

Angebliche Fensterputzer unterwegs: Mit einer Betrugsmasche verschaffen sich Unbekannte Zutritt zu Wohnungen von Senioren in Cottbus. Erst nach ihrem Verschwinden wird der Diebstahl bemerkt. (Symbolfoto)
Christin Klos/dpa- Unbekannte gaben sich als Fensterputzer aus und betraten die Wohnung einer 95-Jährigen.
- Tatort war die Spremberger Vorstadt in Cottbus – der Vorfall wurde am Dienstag gemeldet.
- Nach dem Besuch bemerkte die Seniorin den Diebstahl von Bankkarten und Sparbüchern.
- Der Schaden liegt laut Polizei bei mehr als 10.000 Euro, Kriminaltechniker sicherten Spuren.
- Polizei warnt: Unangekündigte Handwerker nicht einlassen und Ausweise prüfen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
In Cottbus sind innerhalb weniger Tage gleich mehrere Senioren Opfer von Betrügern geworden. Nach Angaben der Polizei verschafften sich Unbekannte unter falschen Vorwänden Zugang zu Wohnungen in Schmellwitz und in der Spremberger Vorstadt. Danach fehlten unter anderem Bargeld, Sparbücher, Bankkarten und Dokumente.
Am Donnerstag, 2. Juli 2026, klingelten im Cottbuser Stadtteil Schmellwitz drei Frauen bei einer Seniorin an der Wohnungstür und boten ihr Hilfe beim Fensterputzen an. Die Bewohnerin ließ die Frauen hinein. Sie schauten sich kurz in der Wohnung um und verschwanden kurz darauf wieder.
Erst danach bemerkte die Seniorin, dass Bargeld, Sparbücher und eine Bankkarte fehlten. Der Schaden dürfte laut Polizei erheblich sein.
Am Donnerstagabend klingelten erneut drei Frauen - ob es sich um dieselben Frauen handelt, wie im ersten Fall, ist nicht bekannt - bei einem Rentner in der Spremberger Vorstadt. Sie fragten, ob sie die Toilette benutzen dürften. Nach Polizeiangaben lenkten sie den Bewohner ab. Nach dem Besuch fehlten Dokumente und Bargeld.
Polizei warnt vor neuer Betrugsmasche in Cottbus
Bereits am Dienstag, 30. Juni 2026, wurde eine 95-jährige Frau ebenfalls in der Spremberger Vorstadt bestohlen. Wie die Polizei mitteilte, klingelten Unbekannte an ihrer Wohnungstür und gaben sich als Mitarbeiter der Gebäudewirtschaft aus. Sie erklärten, sie seien im Auftrag der Gebäudewirtschaft zum Fensterputzen gekommen.
Nachdem die Täter die Wohnung wieder verlassen hatten, bemerkte die Seniorin, dass Bankkarten und Sparbücher fehlten. Den Schaden schätzt die Polizei auf mehr als 10.000 Euro. Kriminaltechniker sicherten Spuren, die Ermittlungen laufen.
Die Polizei in Cottbus hat in allen Fällen Ermittlungen eingeleitet und warnt vor dieser Betrugsmasche. Die Täter versuchten nicht nur am Telefon, sondern auch bei persönlichen Besuchen, an Geld und Wertsachen ihrer Opfer zu gelangen. Oft werde dabei eine hilflose Lage vorgetäuscht, etwa mit der Bitte um ein Glas Wasser oder um die Benutzung der Toilette. Ziel sei es zunächst, in die Wohnung zu gelangen. Während eine Person die Bewohner ablenkt, begeht eine zweite den Diebstahl.
Polizei warnt vor unbekannten Handwerkern und Dienstleistern
Die Polizei warnt außerdem davor, unbekannte oder unangekündigte Handwerker und Servicedienstleister in die Wohnung zu lassen. Die Wohnungstür sollte nur geöffnet werden, wenn die Person bekannt ist oder der Besuch vorher vereinbart wurde. Zudem rät die Polizei, sich Ausweise zeigen zu lassen und Angaben bei der angeblich beauftragten Firma oder beim Vermieter zu überprüfen.
Ist man sich unsicher, sollten Angehörige oder Nachbarn hinzugezogen werden. Bürgerinnen und Bürger sollten sich nicht unter Zeitdruck setzen lassen, keine größeren Geldbeträge oder Wertsachen zu Hause aufbewahren und Fremden keine Auskunft über ihre Vermögensverhältnisse geben. Bargeld sollte grundsätzlich nicht an unbekannte Personen übergeben werden.
Bei verdächtigen Feststellungen bittet die Polizei darum, sofort den Notruf 110 zu wählen. Hinweise zu aktuellen Betrugsmaschen veröffentlicht die Polizei in Brandenburg auf ihrer Internetseite.
