Mehrere Autofahrer haben an Heiligabend zu tief ins Glas geschaut und sich in Cottbus hinter ihr Lenkrad gesetzt. Die Polizeiispektion Cottbus vermeldet gleich mehrere Trunkenheitsfahrten.

Auf Platz 3 schafft es ein 64-jähriger Fahrer eines Pkw DB. Er wurde am 24. Dezember gegen 15.50 Uhr kontrolliert. Dabei stellten die Polizeibeamten Alkoholgeruch fest. Ein vor Ort durchgeführter Atemalkoholtest ergab 0,75 Promille. Ein im Anschluss an der Polizeiinseption durchgeführter gerichtsverwertbarer Atemalkoholtest ergab 0,62 Promille. Gegen den Mann wurde wegen dieser Ordnungswidrigkeit Anzeige erstattet. Die Weiterfahrt wurde ihm untersagt.

Platz 2 unter den Verkehrssündern geht an einen 27-jährigen Fahrer, der in der Nacht zum 24. Dezember gegen 1.50 Uhr in der Berliner Straße in Kolkwitz kontrolliert wurde. Auch hier stellten die Beamten Alkoholgeruch im Atem des Fahrers fest. Das Atemalkoholmessgerät stellte einen Wert von 0,94 Promille fest. Ein gerichtsverwertbarer Atemalkoholtest an der Polizeiinspektion ergab dann einen Wert von 0,86 Promille. Auch in diesem Fall gab es eine Ordnungswidrigkeitenanzeige. Ebenfalls wurde die Weiterfahrt untersagt.

Der traurige erste Platz hat ein 30-Jähriger Fahrer ergattert. Er wurde 0.45 Uhr in der Cottbuser Seminarstraße kontrolliert. Hier ergab der freiwillig durchgeführte Atemalkoholtest vor Ort 1,41 Promille. Die Weiterfahrt wurde ihm untersagt, der Führerschein wurde sichergestellt, eine Strafanzeige wurde gefertigt und eine Blutprobenentnahme wurde angeordnet und durchgeführt.

Entsprechend der Promillegrenzen werden Alkoholfahrten im Verkehrsrecht folgendermaßen gewertet:

  • bis 0,5 Promille: grundsätzlich keine Ordnungswidrigkeit (Ausnahme: es kommt zu Ausfallerscheinungen oder einem Unfall)
  • 0,5 bis 1,09 Promille: Ordnungswidrigkeit
  • ab 1,1 Promille: StraftatAb 1,6 Promille: Straftat und Anordnung der medizinisch-Psychologischen Untersuchung (MPU)

Autofahrer unter Einfluss von Speed

Doch bei Trunkenheitsfahrten allein ist es nicht geblieben. Einem Verkehrssünder wurde das Fahren unter Einfluss von Betäubungsmitteln nachgewiesen. Der 33-jährige Fahrer eines Seats wurde in der Cottbuser Wernerstraße in den frühen Morgenstunden an Heiligabend kontrolliert. Bei den Polizeibeamten kam der Verdacht auf, dass der Fahrer unter Drogen stehen könnte.Ein freiwillig vor Ort durchgeführter Drogenvortest verlief positiv auf Amphetamine. Weiterhin ergab die Überprüfung der Personalien des Fahrers, dass diesem die Fahrerlaubnis bereits durch eine Fahrerlaubnisbehörde entzogen war. Dem Mann wurde die Weiterfahrt untersagt und es wurden Strafanzeigen wegen Verdacht des BTM-Besitzes und des Fahrens ohne Fahrerlaubnis erstattet. Weiterhin wurde eine Blutprobenentnahme durchgeführt und eine Ordnungswidrigkeitenanzeige wegen des Fahrens unter Einfluss von Betäubungsmitteln erstattet.