Baustellen in Cottbus
: Aktuelle Straßenarbeiten und Umleitungen im Überblick

Auf der Baustelle für die künftige Ortsumgehung von Cottbus läuft alles nach Plan. Bei anderen Projekten gibt es Verzögerungen. Und Radfahrer dürfte es freuen, dass endlich eine Holperpiste verschwindet. Hier gibt es einen aktuellen Überblick.
Von
Antje Posern
Cottbus
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Auf der Baustelle für die künftige Ortsumfahrung von Cottbus läuft alles nach Plan. Während bei Kahren kräftig gebaut wird, laufen weitere Vergabeverfahren.

Michael Helbig

Ortsumgehung: Beim zweiten Bauabschnitt der künftigen Ortsumfahrung von Cottbus läuft derzeit alles nach Plan, sagt Steffen Streu, Sprecher Landesbetrieb Straßenwesen. Demnach werden derzeit am neuen Knotenpunkt nordöstlich von Kahren die Dämme für die Überfahrten errichtet, die Fundamente sind teilweise fertiggestellt.

„Im Bau sind auch die drei kleineren Brücken auf dem zukünftigen Weg Richtung neue Anschlussstelle A15 Cottbus-Süd“, erklärt Streu weiter. Hier stünden derzeit Schalungen und Bewehrungen auf dem Bauplan.

Wie es bei der Ortsumfahrung Cottbus weitergeht

Der Baustart des zweiten großen Straßensystems zwischen Haasow und Kahren stehe ebenfalls bevor. Noch sei das Vergabeverfahren nicht beendet, „wir streben aber an, mit dem Bau im August beginnen zu können“, zeigt der Landesbetriebssprecher den weiteren Fahrplan auf. Mit der Verbindungsstraße und der neuen Autobahnanschlussstelle will der Landesbetrieb im Januar 2024 starten, auch hier befände man sich noch im Vergabeverfahren.

Pendler umfahren den gesperrten Bereich über die A15. Oder nutzen die ausgeschilderte Umleitungsstrecke, die von der B 97 aus Richtung Roggosen/Forst kommend weiter über die B 97 nach Heinersbrück, dann über die L 474 nach Peitz und schließlich über die B 168 nach Cottbus beziehungsweise umgekehrt führt.

Was derzeit in der Straße der Jugend in Cottbus passiert

Straße der Jugend: Geduld ist weiterhin in der Straße der Jugend gefragt. Der geplante Fertigstellungstermin im Mai ist längst überschritten. Nun sollen die Bauarbeiten voraussichtlich im August zu Ende gehen, heißt es aus dem Rathaus.

Zuletzt wurden die Gründe für die Verzögerungen beim Modellstadtrundgang erläutert. Eine witterungsbedingte Pause, Lieferengpässe bei Kunststoffrohren für den Regenwasserkanal sowie der Wechsel eines Teils der Gleisanlagen für die Straßenbahn wurden genannt.

Aktuell wird unter anderem am Gehweg auf der Westseite von der Rudolf-Breitscheid- in Richtung Bürgerstraße gearbeitet. Elektro-Leitungen und Breitband kommen unter die Erde, mehrere Hausanschlüsse für die Stromversorgung sind zu erneuern. Danach wird der Gehweg errichtet. Fußgänger nutzen den neuen Gehweg auf der Ostseite. Die Stadt begleitet das Baugeschehen: www.cottbus-stadtentwicklung.

Auch auf den Gehweg auf der Westseite der Straße der Jugend in Cottbus konzentrieren sich bei der derzeit größten innerstädtischen Straßenbaustelle die Arbeiten. Im August soll hier endlich alles fertig sein.

Michael Helbig

Warauf sich Radfahrer in Cottbus freuen können

Geh- und Radweg nach Neu Schmellwitz: Für eine viel genutzte Holperiste ist ein Ende in Sicht. Ab Montag (26. Juni) wird der Geh- und Radweg zwischen Nordring-Kreuzung und Neu Schmellwitz entlang der Gerhart-Hauptmann-Straße erneuert, informiert die Stadt Cottbus.

Der grundhafte Ausbau erfolgt bis voraussichtlich Ende November in zwei Abschnitten. Nach Rathaus-Angaben wird zuerst der Weg bis Zufahrt TKC-Gewerbepark erneuert. Ein zweiter Abschnitt führt vom Abzweig TKC weiter entlang der Gerhart-Hauptmann-Straße bis zur Neuen Straße. Die alten Platten auf dem insgesamt knapp 1,3 Kilometer langen Rad- und Gehweg werden durch eine Asphaltdecke ersetzt. Die Gesamtkosten liegen laut Stadt bei circa 640.000 Euro. Unterstützung erhält sie vom Land.

Die Tage der Schlaglöcher-Piste zwischen Cottbus Nordring und Neu Schmellwitz sind gezählt. Am Montag (26. Juni) startet ein grundhafter Ausbau des in die Jahre gekommenen Rad- und Gehweges.

Stadt Cottbus

Wo es auf den Baustellen des Cottbuser Wasserbetriebs zu Verzögerungen kommt

Gerichtsplatz: Auch am Gerichtsplatz haben sich die Arbeiten für die Erneuerung von Trinkwasserleitungen sowie Schmutz- und Regenwasserkanäle verzögert. Im Erdreich seien Gebeine, Tone und Scherben aus der Slawenzeit sowie alte Mauerwerke gefunden worden, hatte der Lausitzer Wasserbetrieb LWG informiert. Die Baustelle und die damit verbundene Sperrung bestehe voraussichtlich noch bis Ende August.

Mühlenstraße/Neustädter Straße: Nach dem Cottbuser Stadtfest hat die LWG ihre Arbeiten im Bereich Mühlen-/Neustädter Straße fortgesetzt. Sie sollen bis Ende Juni abgeschlossen sein.

Lausitzer Straße: Hier lässt der Lausitzer Wasserbetrieb in mehreren Abschnitten die Trinkwasserleitung rekonstruieren. Die Baustelle ist nach LWG-Angaben bis Ende September geplant, könnte aber schon zur Monatsmitte fertig sein.

Parzellenstraße: Auch hier wird im Auftrag des Lausitzer Wasserbetriebes gebaut: südlich der Bahn am Mischwasserkanal und nördlich der Bahn an der Trinkwasserleitung. Offen sind nach LWG-Angaben noch Oberflächenarbeiten aufgrund von Personalproblemen bei der Baufirma. Bis Ende Juni soll alles fertig sein.

Damaschkeallee: Hier soll auf einer Länge von 500 Metern die Trinkwasserleitung saniert werden. Da es sich hier um eine Kampfmittelverdachtsfläche handelt, gab es Verzögerungen. Nach Angaben von LWG-Sprecherin Marina Röwer geht es am 26. Juni los. Fertigstellung: Ende September.

Ähnliche Probleme gebe es mit dem Trinkwasserleitungsbau im Bereich Hammergraben/Bärenbrücker Straße. Hier soll jetzt von Anfang Juli bis Mitte Oktober gebaut werden.

Grenzstraße in Gallinchen: In dem Cottbuser Ortsteil ist die Grenzstraße zwischen Harnischdorfer Straße und Ziegeleigrund voll gesperrt. Hintergrund sind die Erneuerung der Trinkwasser- und Schmutzwasserleitung sowie der Anschluss eines neuen Baugebietes.

Etwa ein Drittel der Arbeiten seien erledigt, informiert die LWG. Auch hier gebe es Verzögerungen – durch städtische Genehmigung, notwendige Kabelverlegungen und Bäume. Ursprünglich waren Bau und Sperrung bis Ende August vorgesehen. Derzeit werde ein realistisches Bauzeitende geprüft.

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Ab Mitte Juli Umleitung bei Groß Breesen

Schon einmal vormerken sollten sich Kraftfahrer eine Vollsperrung im in der Nähe des Gubener Ortsteils Groß Breesen. Aufgrund irreparabler Schäden am Unterbau der Brücke über das Grano-Buderoser Mühlenfließ muss das Bauwerk ersetzt werden, wie der Landkreis Spree-Neiße informiert. In Zusammenarbeit mit dem Gewässerverband Spree-Neiße werde in diesem Zusammenhang auch eine Fischaufstiegsanlage errichtet. Die Vollsperrung der Kreisstraße 7147 ist vom 17. Juli bis 1. November 2023 angekündigt. Es wird weiträumige über Sembten, die Landstraße 46 und weiter über die B 112 umgeleitet.