Lausitzer Bahnfahrer mussten stark sein in den vergangenen Wochen und Monaten. Nicht nur der Lokführerstreik, sondern auch mehrere Baustellen in der Region stellten das Nervenkostüm von Pendlern und Zugreisenden zuletzt erheblich auf die Probe.
Allen voran die Gleisarbeiten kurz vor Königs Wusterhausen sorgten seit dem 11. Juli dafür, dass die Linien des RE2 sowie des RB24 unterbrochen waren und Passagiere zwischen Bestensee (Dahme-Spreewald) und Halbe in den Bus umsteigen mussten, um weiter Richtung Berlin fahren zu können. Die wichtigsten Zugverbindungen der Lausitzer in die deutsche Hauptstadt konnten somit für genau zwei Monate nicht durchgehend befahren werden.

Deutsche Bahn investiert 1,18 Milliarden Euro in Berlin-Brandenburg

Aufwändige Bauarbeiten waren nötig. Der gesamte Gleisuntergrund musste mit Hilfe eines Spezialverfahrens umgehend auf Vordermann gebracht werden, weil eine Moorstelle, die schon bei der Sanierung in den Jahren 2010/11 eine besondere Herausforderung gewesen sei, noch immer Sorgen gemacht habe.

Senftenberg

Nun aber nehmen die Verzögerungen endlich ein Ende für Zugreisende aus der Lausitz. Das bestätigt die Deutsche Bahn auf Rundschau-Nachfrage. „Ja, wir sind voll im Zeitplan und werden die Baustelle wie geplant beenden“, teilt ein Bahnsprecher mit. Das heißt: Ab dem kommenden Samstag, 11. September, rollen die Züge wieder ohne Schienenersatzverkehr durch nach Berlin. „Für die Unannehmlichkeiten der letzten Zeit bitten wir alle Reisenden nochmals um Entschuldigung.“
1,18 Milliarden Euro investiert die Deutsche Bahn in diesem Jahr allein in Berlin-Brandenburg, wo insgesamt 250 Kilometer Gleise präpariert werden.