Bahnwerk Cottbus: Erster ICE rollt zum Anlagen-Test in die neue Halle
Schon in zwei Wochen nimmt das neue Bahnwerk in Cottbus offiziell seinen Dienst auf. Dann wird auch normal, was heute noch eine Nachricht ist. Der erste ICE ist die neue Halle eingefahren. Zerlegt und gewartet wird der Probezug allerdings nicht. Er hat eine andere Aufgabe.
Die Fahrleitung ist noch nicht freigeschaltet. An den Oberleitungen wird derzeit gearbeitet. Deshalb kann der ICE4 nicht selbstständig in die Halle einfahren. Er wird geschoben – von einer Diesellok. Die Zugmaschine verfügt allerdings nicht über die passende Kupplung für den Hochgeschwindigkeitszug. Deshalb kommt erst ein Güterwagen an die Lok und danach der moderne Intercity-Express.
Halle in Cottbus ist Maßanfertigung für den ICE4
Die Einfahrt in die Halle hat dann aber sehr wenig mit Express zu tun. Vorsichtig schiebt sich der Zug über das Gleis. Dabei geht es an Absperrungen vorbei. Allmählich verschwindet der Zug in dem Neubau. Der ist 445 Meter lang.
In der Halle selbst wird der Probezug dafür genutzt, Mess-Einrichtungen zu kalibrieren und zu justieren. Dafür setzt der Zug mehrfach vor und zurück. Die neue Halle ist eine Maßanfertigung für die modernste und größte Hochgeschwindigkeitsflotte der Deutschen Bahn. Alle 137 Züge der Vierer-Baureihe werden künftig in der Lausitz wieder auf Vordermann gebracht.
Am 11. Januar geht nun der erste Teil des Bahnwerks mit 400 neuen Mitarbeitern in Betrieb. Bis Ende 2026 soll auch die zweite viergleisige Halle stehen. Erst dann ist das neue Bahnwerk Cottbus komplett.



