Bahnverkehr in Cottbus
: Signalstörung beseitigt – deshalb stockt es immer noch

Die Signalstörung am Cottbuser Hauptbahnhof ist beseitigt. Trotzdem rollen die Züge im Süden Brandenburgs noch nicht nach Plan.
Von
Jan Siegel
Cottbus
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Bahnwerk Bombenentschärfung : Bombenfund auf der Baustelle des neuen Bahnwerks
Bei Sondierungen auf dem Baufeld des neuen Bahnwerkes ist am Freitag eine Weltkriegsbombe gefunden worden. Der 250-kg-Sprengsatz deutscher Bauart mit russischem Zünder soll am Sonntag vor Ort in ca. vier Metern Tiefe entschärft werden.

Zwischen 9 und 12 Uhr kommt es auf dem Cottbuser Hauptbahnhof zu Einschränkungen im Zugverkehr der Regionalbahnen.

Das war ein typisches Bild auf der Hauptanzeigentafel im Hauptbahnhof von Cottbus. Das Foto entstand, während in der Nähe des Bahnhofs auch noch eine alte Fliegerbombe entschärft werden musste.

Michael Helbig

Nach beinahe einer Woche ist die massive Signalstörung am Hauptbahnhof in Cottbus jetzt beseitigt. Das hat ein Sprecher der Bahn am Montagvormittag (15. Juli) bestätigt. Trotzdem rollen im Süden Brandenburgs die Züge aber noch nicht nach Plan. „Erfahrungsgemäß dauert es nach Störungen dieses Ausmaßes einige Zeit, bis alle Züge wieder pünktlich und fahrplanmäßig verkehren“, sagte der Sprecher. Gleichzeitig entschuldigte er sich noch einmal bei den Reisenden wegen der langwierigen Unannehmlichkeiten.

Noch sind einige Züge unpünktlich unterwegs

Wer am Montag im Süden Brandenburgs mit dem Zug unterwegs sein muss, sollte sich auf jeden Fall in den einschlägigen Apps und auf der Internetseite der Deutschen Bahn informieren, ob seine Verbindung wieder funktioniert.

Ursprünglich sollte der Bahnverkehr in Südbrandenburg bereits ab Sonntag wieder laufen. Allerdings hatte die Entschärfung einer Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg am Sonntag für weitere Verzögerungen gesorgt.

Bagger zerstören wichtige Leitungen

Das Bahnchaos der vergangenen Tage in ganz Südbrandenburg war am vorigen Montag (8. Juli 2024) durch Bauarbeiten auf dem Gelände des neuen Bahnwerks, ganz in der Nähe des Cottbuser Hauptbahnhofs ausgelöst worden. Auf der Baustelle hatte ein Bagger mehrere Signalleitungen durchtrennt. Dadurch vielen Signale aus und Weichen konnten nicht mehr gestellt werden.

Große Teile des Zugverkehrs sowie die Gleis- und Sicherungstechnik in Südbrandenburg werden mittlerweile von einer Zentrale im Nordosten von Berlin gesteuert. Mit dieser Zentrale und den dort arbeitenden Fahrdienstleitern stehen auch alle Lokführer in Verbindung, die auf den Bahngleisen in der Lausitz unterwegs sind. Fällt die Fernsteuerung aus, liegt der Bahnverkehr innerhalb von kürzester Zeit lahm.

Während die Verbindungen nach Berlin und teilweise auch Leipzig teilweise aufrechterhalten werden konnten, ging von Cottbus aus in Richtung Guben, Frankfurt (Oder) nach Forst (Lausitz) und Görlitz in den zurückliegenden Tagen gar nichts mehr

Pendeln

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