Bahn RE10
: Zwischen Cottbus und Leipzig gibt's bald doppelt so viele Sitzplätze

UPDATE 5.3.2026, 15.49 Uhr: Zugreisende können sich auf der stark nachgefragten Bahnlinie RE10 Cottbus – Leipzig auf mehr Sitzplätze freuen. Aber nicht an allen Tagen. Für die Linie RE11 hat das aber negative Folgen.
Von
Stephan Meyer
Cottbus
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Hauptbahnhof RE10 Leipzig : Hauptbahnhof Cottbus
Regionalexpress RE 10 Cottbus-Leipzig über Calau, Doberlug-Kirchhain, Falkenberg, Torgau, Eilenburg, Taucha (Leipzig)

Passagiere drängen sich auf einem Gleis am Hauptbahnhof in Cottbus. Sie wollen in den RE10 von Cottbus nach Leipzig steigen. Der ist oft sehr voll.

Michael Helbig (Archivaufnahme)
  • RE10 Cottbus–Leipzig: an vollen Tagen bald doppelt so viele Sitzplätze
  • VBB: ab Freitag, dem 6. März, freitags bis sonntags zwei Triebwagen
  • Kapazität steigt dann von 180 auf 360 Sitzplätze; Land Brandenburg zahlt
  • Konkrete Doppelzüge: Fr 13.03/15.03 ab Cottbus, 13.12/15.12 ab Leipzig
  • Folge: RE11 verliert Direktfahrten nach Leipzig; Umstieg in Falkenberg nötig

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Gute Nachricht für alle Zugreisenden, die regelmäßig den RE10 zwischen Cottbus und Leipzig nutzen. Die Fahrten auf der Strecke sind extrem stark nachgefragt, Sitzplätze daher in der Regel Mangelware. Das ändert sich jetzt kurzfristig – zumindest an manchen Tagen der Woche, wie der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) aktuell informiert.

Der VBB äußert sich diplomatischer, wenn es um die hohe Nachfrage auf der Linie RE10 geht. Diese entwickele sich seit Längerem positiv. „Insbesondere an den verkehrsstarken Tagen Freitag bis Sonntag kommt es zwischen Cottbus und Leipzig zu sehr hohen Auslastungen“, heißt es in einer VBB-Mitteilung.

Ab Freitag, dem 6. März, werden die Züge von Freitag bis Sonntag daher jetzt mit zwei statt bislang einem Triebwagen fahren. Damit verdoppelt sich die Sitzplatzkapazität an diesen Tagen von 180 auf 360 Sitzplätze, wie der VBB mitteilt. Finanziert wird das vom Land Brandenburg.

Ganz allein auf die Kappe vom VBB geht diese Änderung nicht. Der Fahrgastverband ProBahn hat sich dafür starkgemacht und ist nach Beschwerden durch Zugreisende auf den Verkehrsverbund zugegangen, wie Sprecher Thomas Schirmer gegenüber LR.de mitteilt.

Konkret werden folgende RE10-Fahrten mit zwei Wagen fahren:

Freitag:

  • Die Abfahrten um 13.03 Uhr und 15.03 Uhr ab Cottbus Hauptbahnhof
  • Die  Abfahrten um 13.12 Uhr und 15.12 Uhr ab Leipzig Hauptbahnhof
  • Die Züge treffen sich in Falkenberg (Elster) jeweils gegen 14 Uhr und 16 Uhr

Samstag:

  • Die Abfahrten um 9.03 Uhr und 11.03 Uhr ab Cottbus Hauptbahnhof
  • Die Abfahrten um 9.12 Uhr und 11.12 Uhr ab Leipzig Hauptbahnhof
  • Die Züge treffen sich in Falkenberg (Elster) jeweils gegen 10 Uhr und 12 Uhr

Sonn- und Feiertage:

  • Die Abfahrten um 13.03 Uhr, 15.03 Uhr und 17.03 Uhr ab Cottbus Hauptbahnhof
  • Die Abfahrten um 13.12 Uhr, 15.12 Uhr und 17.12 Uhr ab Leipzig Hauptbahnhof
  • Die Züge treffen sich in Falkenberg (Elster) jeweils gegen 14 Uhr, 16 Uhr und 18 Uhr

Sitzplatz-Plus auf der Linie RE10 hat Folgen für die Linie RE11

Einen Haken hat das Ganze aber: In dem Zusammenhang können bei den verstärkten Fahrten die jeweiligen umsteigefreien Direktverbindungen zwischen Hoyerswerda und Leipzig nicht mehr angeboten werden. Da sei das Fahrgastaufkommen nach Angaben von ProBahn-Sprecher Thomas Schirmer allerdings nicht so hoch.

Üblicherweise fährt die Linie RE10 im Abschnitt zwischen Falkenberg (Elster) und Leipzig gekuppelt mit den Zügen der Linie RE11 (Hoyerswerda – Leipzig, mit Halten unter anderem in Ruhland, Lauchhammer und Bad Liebenwerda).

Den betroffenen Fahrgästen steht jedoch weiterhin ein stabiler Anschluss in Falkenberg (Elster) zur Weiterfahrt zur Verfügung, heißt es in der Mitteilung des VBB. Sie müssen bei diesen Zügen künftig dort allerdings zwischen RE11 und RE10 umsteigen.

Für Fahrgäste aus Cottbus, Finsterwalde und Doberlug-Kirchhain bleiben auf diese Weise alle Direktverbindungen nach Leipzig erhalten.

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