Bahn RE10 und RB43: Keine Direktzüge zwischen Cottbus und Leipzig für vier Wochen

Der RE10 fährt vier Wochen lang nicht direkt von Cottbus nach Leipzig. Müssen Pendler zwangsläufig mit dem Schienenersatzverkehr fahren oder gibt es auch Alternativen?
Michael Helbig- Vier Wochen keine Direktzüge zwischen Cottbus und Leipzig wegen Bauarbeiten (25.08.–22.09.2025).
- Zwischen Falkenberg und Finsterwalde Ersatzbusse – Fahrzeit verlängert sich erheblich.
- Alternativrouten mit RE18, RE11, RB49 oder ICE möglich – Fahrtzeit mindestens 2:30 Stunden.
- ICE-Nutzung nicht im Deutschland-Ticket enthalten; Umstiege können eng werden.
- Pendler müssen mit Verspätungen und längeren Reisezeiten rechnen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
In Cottbus einsteigen und nach einer Stunde und 47 Minuten einigermaßen entspannt in Leipzig aus dem Zug steigen. So sieht der Alltag vieler Pendler auch aus der Lausitz aus. Doch fast einen Monat lang müssen sie jetzt mit einer deutlich verlängerten Fahrt rechnen. Von Montag, den 25. August, 21 Uhr, bis Montag, den 22. September 2025, 22.45 Uhr, fahren auf der Linie RE10 (Frankfurt (Oder) – Cottbus – Leipzig) keine Direktzüge.
Die Züge fallen zwischen Falkenberg (Elster) und Finsterwalde aus, weil zwischen Tröbitz und Hennersdorf West nach Angaben der Bahn „Arbeiten an Anlagen der Leit- und Sicherungstechnik“ durchgeführt werden. Auch Züge der Linie RB43 (Frankfurt (Oder) – Cottbus – Falkenberg) fallen auf diesem Streckenabschnitt und in diesem Zeitraum aus.
So lange dauert die Fahrt mit dem Schienenersatzverkehr
Die ausgefallenen Züge der Linien RE10 und RB43 werden auf dem Abschnitt zwischen Falkenberg und Finsterwalde durch Busse ersetzt. In den Nachtstunden fahren einzelne Busse ab Finsterwalde über den Ausfallabschnitt hinaus weiter bis zum Hauptbahnhof nach Cottbus. Der Fahrplan ist online zu finden.
Wie sieht die Reise für Pendler aus, die beispielsweise gegen 7 Uhr in Cottbus in den RE10 einsteigen? Laut Fahrplan sind sie nach einer halben Stunde in Finsterwalde, von wo dann die Odyssee beginnt. Mit dem Ersatzbus nämlich dauert es eine Stunde bis nach Falkenberg – statt sonst 30 Minuten mit dem Zug. In Falkenberg können die Fahrgäste dann in die S4 der S-Bahn umsteigen.
Ist es möglich, diese einstündige Busfahrt zu vermeiden?
Cottbus – Leipzig: Alternativ fahren Pendler mit diesen Zügen
Der Fahrplan auf der Website der Deutschen Bahn listet pro Stunde zwei mögliche Routen auf, bei denen man ohne Ersatzbus auskommt. Während der Bauarbeiten dauert die Fahrt zwischen Cottbus und Leipzig jedoch mindestens rund zwei Stunden und dreißig Minuten. Das sind fast 50 Minuten länger als mit den üblichen Direktzügen. Am besten fahren Pendler erst mit dem RE18 bis nach Ruhland und dann mit dem RE11 weiter zum Zielbahnhof.
Die Umsteigezeit in Ruhland beträgt jedoch nur fünf Minuten. Bei Verspätungen kann es daher eng werden, den nächsten Zug zu erreichen. Im Jahr 2024 kamen laut der Statistik des Verkehrsverbunds Berlin-Brandenburg nur 86,4 Prozent der RE10-Züge mit weniger als fünf Minuten Verspätung ans Ziel.
Alternativ können Pendler mit dem RB49 bis Falkenberg fahren und dann mit der S4 weiter ins Leipziger Stadtzentrum. Die Fahrt dauert rund zwei Stunden und 50 Minuten.
Schneller geht es für Pendler, die mit dem RE13 bis Elsterwerda, dann mit dem RB45 nach Riesa und schließlich mit dem ICE nach Leipzig fahren – in zwei Stunden und 36 Minuten. Nachteilig sind jedoch die zwei Umstiege und die Tatsache, dass das Deutschland-Ticket für den Abschnitt mit dem ICE nicht gilt.

