Nach Baggerbesetzung: 13 Aktivisten von Ende Gelände sollen in U-Haft

Ronja Weil, eine Aktivistin des Anti-Kohle-Bündnis "Ende Gelände", präsentiert sich mit einer Botschaft während einer Demonstration gegen das Kohleausstiegsgesetz. 13 ihrer Mitstreiter müssen am Samstag wegen einer Baggerbesetzung in Cottbus in Untersuchungshaft.
dpa/Annette RiedlGegen 13 der 15 Akteure von „Ende Gelände“ und „Einsatz Kohlestopp“ die In der Nacht zum Freitag widerrechtlich einen Bagger im Tagebau Jänschwalde besetzt hatten und ins polizeiliche Gewahrsam genommen wurden, wird durch die Staatsanwaltschaft Cottbus wegen des Haftgrunds der Fluchtgefahr Haftantrag gestellt. Das teilt jetzt die Polizeidirektion Süd mit.
Die Personen stünden im dringenden Tatverdacht, sich wegen des Hausfriedensbruch strafbar gemacht zu haben. Sie werden am Samstag, 27. Juni, dem Haftrichter beim Amtsgericht Cottbus vorgeführt.
Die Anordnung von Untersuchungshaft sei bei leichteren Straftaten auch dann möglich, wenn sich Personen nicht ausweisen können. Dies sei bei den Beschuldigten der Fall.
Aus Sicht der Staatsanwaltschaft wären bei nachprüfbarer Preisgabe der Identitäten durch die Akteure mildere Maßnahmen anwendbar.
