(red/pos) Die niedersorbische Lehrerin und Journalistin Maria Elikowska-Winkler hat am Samstag den Cisinski-Preis 2019 der Stiftung für das sorbische Volk erhalten. Der Cottbuserin, die 1951 in Poznan (Posen) geboren wurde, werde der Preis „für ihr langjähriges und unermüdliches Wirken um den Erhalt und die Weitergabe der niedersorbischen-wendischen Sprache in allen Generationen und für die fortwährende Unterstützung sorbischer kultureller und nachhaltiger Projekte in der Niederlausitz verliehen“, begründet die Stiftung.

Maria Elikowska-Winkler erwarb sich als Leiterin der Schule für Niedersorbische Sprache und Kultur in Cottbus herausragende Verdienste um die Pflege des sorbischen/wendischen Lebens in der Niederlausitz. Sie hat maßgeblichen Anteil an der Entstehung und erfolgreichen Entwicklung der Sprachschule, die sie von September 1992 bis Januar 2017 leitete.

Die Niedersorbische Sprachschule bietet Kurse, Vorträge und Werkstätten zu Sprache, Geschichte, Kunst und Kultur für alle Generationen an. Im Mittelpunkt steht die Förderung der sorbischen/wendischen Sprache und ihrer alltäglichen Anwendung. Auch Polnischkurse und vielfältige Begegnungen mit den Menschen des Nachbarlandes gehören zum Programm. Maria Elikowska-Winkler ist eine überzeugte Europäerin und wird nicht müde, die Gemeinsamkeiten zwischen den Nationen in den Blickpunkt zu rücken.

Der mit 7500 Euro dotierte Cisinski-Preis wird im Gedenken an Jakub Bart-Cisinski, den Klassiker der sorbischen Literatur, seit 1995 alle zwei Jahre für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der sorbischen Kultur, Kunst und Wissenschaft vergeben. Bei der Festveranstaltung am Samstag im Kloster St. Marienstern in Panschwitz-Kuckau wurde zudem der mit 2500 Euro dotierte Förderpreis vergeben. Er geht an das Team des Jugendmagazins des MDR-Sorbischen Rundfunks Satkula. Seit mehr als 20 Jahren präsentieren junge Sorben jugendliche Themen in obersorbischer Sprache im Rundfunk, in den neuen Medien und bei öffentlichen Veranstaltungen.