Die zentrale Frage des jetzt ausgezeichneten Volontärsprojekt zum 9. November 2019 hieß: Wie wirkt der Mauerfall vor 30 Jahren bis heute nach? Im Magazin „Ein Land“ haben sich die Volontärinnen und Volontäre der Lausitzer Rundschau, Märkischer Oderzeitung und Südwest Presse auf die Suche gemacht – und ungewöhnliche Geschichten entdeckt. Die Volontäre haben sich dafür auf die Suche nach Menschen gemacht, die erzählen, wie die Wende sie geprägt hat – und sie die Wende. Dabei war den Autoren wichtig: Mauerfall und Wendeprozess sind keine reinen „Ostthemen“; das eine Land heute ist nicht Westdeutschland 2.0. Deshalb blicken die Macher in dem Magazin „Ein Land“ aus zwei Perspektiven auf die Wendezeit – aus Ost und West.
In der Jury-Begründung für den Lokaljournalistenpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung heißt es: „Besondere Aufmerksamkeit verdient im 30. Jahr der Deutschen Einheit ein Projekt der Volontäre von Südwest Presse, Märkischer Oderzeitung und Lausitzer Rundschau, das mit dem Volontärspreis ausgezeichnet wird. In der Jurybegründung heißt es dazu: „Drei Zeitungen – ein Projekt: 22 Volontärinnen und Volontäre, alle nach 1989 aufgewachsen, schauen 30 Jahre nach dem Mauerfall mit ´Ostblick´ und ´Westblick´ auf unser Land. Was sie sehen, erleben und erfragen, fließt in ein 60-seitiges ´Wende-Magazin´, das auch buchstäblich zum Umdrehen gedacht und in beide Richtungen lesbar ist. Das Konzept überzeugt, ebenso die differenzierte, von schnellen Vorurteilen freie Auseinandersetzung mit der Frage, wie es um das Zusammenwachsen von Ost und West heute bestellt ist. Facettenreich, sorgfältig recherchiert, frisch präsentiert – eine gelungene Kooperation der jüngsten Journalistengeneration.“
Das Projekt war vom Kulturstaatsministerium und der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur gefördert worden.
Die Geschichten aus dem Magazin gibt es zum Nachlesen auch im Internet: hier.