Im Oktober waren 17 363 Menschen im Bereich der Arbeitsagentur Cottbus arbeitslos gemeldet. Das entspricht einer Arbeitslosenquote von 5,5 Prozent für die Brandenburger Lausitz. Im Agenturbezirk Bautzen sieht es mit 5,7 Prozent ähnlich aus. „Die Herbstbelebung und die damit verbundene positive Entwicklung am Arbeitsmarkt halten an“, sagt Thomas Berndt, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Bautzen.

„Da kommt was auf uns zu“

Allerdings gebe es klare Vorboten für eine Eintrübung der Konjunktur, wie Heinz-Wilhelm Müller, Geschäftsführer der Agentur für Arbeit in Cottbus, einräumt. Dazu zähle der Anstieg bei den Kurzzeitarbeitslosen, weniger gemeldete freie Stellen beispielsweise bei Zeitarbeitsfirmen und vor allem die Zunahme von Kurzarbeit. Insgesamt 3736 Anträge auf Kurzarbeitergeld wurden von Januar bis Oktober 2019 gestellt. „Das sind dreimal so viele wie im Vorjahr“, betont Müller. Kurzarbeit wird bekanntermaßen als Instrument eingesetzt, um bei Auftragsausfällen Kündigungen zu vermeiden. „Da kommt was auf uns zu“, befürchtet Müller.

Beste Chancen für Jugendliche auf dem Lausitzer Arbeitsmarkt

Bei den Jugendlichen sind nur vier Prozent ohne Job. „Das ist der niedrigste Wert in Berlin und Brandenburg, er liegt sogar unter dem Bundesdurchschnitt“, betont Müller. Allerdings gibt es auch noch im September 428 unbesetzte Ausbildungsstellen und 287 unversorgte Bewerber. Gesucht werden vor allem Azubis im Einzelhandel, aber auch Köche und Elektroniker.

Dahme-Spreewald hat die geringste Arbeitslosenquote

Betrachtet man die Lausitzer Landkreise, dann ist auch hier der Trend sinkender Arbeitslosenqouten festzustellen. Allerdings bleibt das Niveau weiterhin höchst unterschiedlich.

Cottbus: 7,3 Prozent

LDS: 3,5 Prozent

Elbe-Elster: 5,5 Prozent

OSL: 6,8 Prozent

SPN: 5,8 Prozent