Arbeiten nicht sichtbar
: Liegt die Baustelle Ostrower Damm im Zeitplan?

Ein Rundschau-Leser hat beobachtet, dass auf der Baustelle am Ostrower Damm in Cottbus selten Bauarbeiter zu sehen sind. Die Lausitzer Wasser GmbH (LWG) kennt die Hintergründe.
Von
Harriet Stürmer
Cottbus
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Auf der Baustelle am Ostrower Damm sind kaum Bauarbeiter zu sehen, sagt ein RUNDSCHAU-Leser. Redakteurin Harriet Stürmer hat bei der LWG nachgefragt, ob die Arbeiten im Zeitplan liegen.

Harriet Stürmer

Weil ein alter Mischwasserkanal saniert werden muss, ist der Ostrower Damm in Cottbus seit Ende Juni teilweise gesperrt. Rundschau-Leser Gustav Merz beobachtet das Baugeschehen ziemlich genau. Dabei sei ihm aufgefallen, dass „die Anzahl der Tage, an denen ich Bauarbeiter vor Ort gesehen habe, sehr gering ist“. Zugleich erscheint ihm die Bauzeit viel zu lang. Gustav Merz fragt: Welche Gründe führen zu derart langen Bautätigkeiten beziehungsweise Verkehrsraumeinschränkungen?

Antworten gibt die Lausitzer Wasser GmbH (LWG), die Auftraggeber der Arbeiten ist. Sprecherin Marina Röwer berichtet, dass eine Firma aus der Region insgesamt 340 Meter des Kanals saniert. Auf der Baustelle komme das sogenannte Schlauchlining-Verfahren zum Einsatz, bei dem die Straße nicht komplett aufgerissen werden muss. Deshalb sei es auch nicht notwendig gewesen, die Straße komplett zu sperren. „Es gab lediglich Verkehrseinschränkungen“, betont Röwer. Die LWG habe die Zeit für eine zweite Baumaßnahme – die Verlegung einer neuen Trinkwasserleitung für den Wohnpark Ostrow – genutzt, um weitere Verkehrseinschränkungen zu verhindern.

Arbeiten am Ostrower Damm für Beobachter kaum sichtbar

Für die beiden Sanierungsabschnitte – von der Franz-Mehring-Straße bis zum Neustädter Markt und von der Mehringstraße bis Ostrower Damm 12a – war eine Gesamtbauzeit bis Ende August eingeplant. „Diese wird auch eingehalten“, sagt die LWG-Sprecherin. Bereits in der vergangenen Woche endete die Sanierung mittels Liner im südlichen Bereich der Mehringstraße. Bis zum Ende der Arbeiten am 28. August sollen noch Abwässerschächte und Hausanschlüsse erneuert werden.

Bestandteil der Sanierung waren auch Arbeiten unter der Erde wie TV-Befahrung, Reinigung und Kalibrierung des Mischwasserkanals, die für Beobachter nicht sichtbar waren. „Ansonsten arbeiteten während der gesamten Bauzeit Mitarbeiter der beauftragten Firma auf der Baustelle“, betont Röwer.

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Aus Altersgründen sanierungsbedürftig

Der im Ostrower Damm liegende Mischwasserkanal stammt aus dem Jahr 1926 und war aus Altersgründen sanierungsbedürftig. Die Investitionssumme beträgt 205 000 Euro. ⇥has