Apotheke in Cottbus: Wegen Streik geschlossen - was das für Patienten bedeutet

Auch in Cottbus bleiben viele Apotheken wegen des bundesweiten Strreiks geschlossen. (Symbolbild)
Monika Skolimowska/dpa- Am 23. März 2026 bleiben bundesweit viele Apotheken geschlossen – auch in Cottbus.
- Laut Sprecher Andreas Baumgertel sind in Cottbus etwa 50 Prozent betroffen.
- Grund: Unterfinanzierung – 8,35 Euro Honorar je Rezept, seit 13 Jahren nicht angepasst.
- In Cottbus schlossen seit 2024 vier Apotheken; Kundgebung in Berlin angekündigt.
- Notdienst: Mond-Apotheke, Schweriner Straße 3, Ströbitz, 8 bis 18 Uhr geöffnet.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Viele Apotheken bleiben heute, am 23. März 2026, bundesweit geschlossen. In ganz Deutschland beteiligen sie sich an einem Protesttag, der von der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) ausgerufen wurde. Das trifft auch auf Cottbus zu.
Etwa 50 Prozent aller Apotheken in Cottbus bleiben geschlossen, teilt Andreas Baumgertel mit. Er ist Sprecher für die Apotheken der Stadt und betreibt selbst vier davon – in der Sandower Hauptstraße, der Uhlandstraße, in der Spree Galerie und am Goethepark in der Franz-Mehring-Straße. Seine eigenen Apotheken bleiben Montag zu. Genauere Angaben, welche Geschäfte darüber hinaus geschlossen bleiben, kann er nicht machen.
„Es wäre schön, wenn sich alle beteiligen würden“, sagt der Unternehmer. Aber jeder müsse das für sich selbst entscheiden. Denn alle wären vom gleichen Problem betroffen.
Darum protestieren die Apotheker in Cottbus am 23.3.2026
Grund für den Protesttag ist die wirtschaftliche Lage der Apotheken. Diese seien laut der ABDA unterfinanziert. Das Honorar für die Abgabe von rezeptpflichtigen Medikamenten wurde bei steigender Inflation in den vergangenen 13 Jahren nicht mehr angepasst. Betriebskosten und Löhne für Mitarbeiter sind hingegen gestiegen.
In Cottbus haben seit 2024 vier Apotheken zugemacht, sagt Baumgertel. Die Schließungen hätten unter anderem auch damit zu tun gehabt. Das Honorar für verschreibungspflichtige Arzneimittel wird staatlich festgelegt und liegt derzeit bei 8,35 Euro pro Packung. Im Koalitionsvertrag ist eine Erhöhung auf 9,50 Euro vorgesehen. Passiert ist bisher nichts, erklärt Baumgertel. Darum beteiligen sich viele Apotheker aus Brandenburg an einer Kundgebung in Berlin.
Apotheken-Streik: Darum betrifft das Problem auch Patienten
„Wenn mehr Apotheken aus wirtschaftlichen Gründen schließen müssen, verschlechtert sich die Versorgung der Patienten“, erläutert der Apotheker das Problem. Die Wege und die Wartezeiten verlängern sich und Online-Versandhändler könnten vieles nicht absichern. Rücksprachen mit Ärzten zu Medikamentenalternativen bei Lieferengpässen, nennt Baumgertel als Beispiel.
Wer am Montag dringend ein Rezept einlösen muss, kann sich an den Apotheken-Notdienst wenden. Diesen übernimmt die Mond-Apotheke in der Schweriner Straße 3 in Ströbitz, die regulär von 8 Uhr bis 18 Uhr geöffnet hat.

