Anschlag in Jänschwalde
: Polizei bestätigt Eingang von Bekennerschreiben

UPDATE 4.9. 7.28 Uhr: Nach dem Anschlag am Umspannwerk bei Jänschwalde ist bei der Polizei ein Bekennerschreiben eingegangen. Über den Absender wollen die Ermittler aus guten Gründen nichts sagen.
Von
Angela Boll
Jänschwalde/Preilack
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Am Umspannwerk in Preilack, nahe dem Kraftwerk Jänschwalde, hat es einen Anschlag gegeben. Zahlreiche Einsatzkräfte der Polizei sind vor Ort. Die Straße nach Preilack ist gesperrt.

Am Umspannwerk in Preilack, nahe dem Kraftwerk Jänschwalde, hat es einen Anschlag gegeben. Zahlreiche Einsatzkräfte der Polizei waren vor Ort. Die Straße nach Preilack war gesperrt.

Dennis H. / brandenburg.media
  • Polizei bestätigt: Nach Anschlag am Umspannwerk Preilack ging ein Bekennerschreiben ein.
  • Ort des Vorfalls ist nahe dem Kraftwerk Jänschwalde, zahlreiche Kräfte sind im Einsatz.
  • Die Straße nach Preilack ist gesperrt – die Polizei sichert den Bereich.
  • Ermittler nennen aus taktischen Gründen keine Absenderdetails.
  • Die Authentizität des Schreibens wird geprüft, der Text wird bei neuen Infos aktualisiert.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Nach dem Angriff auf ein Umspannwerk am Kohlekraftwerk Jänschwalde im Süden Brandenburgs ist ein Bekennerschreiben aufgetaucht. Das Brandenburger Polizeipräsidium in Potsdam teilte am Donnerstag mit, über ein Bekennerschreiben im Zusammenhang mit dem Anschlag informiert worden zu sein. „Die Authentizität des Schreibens ist Gegenstand weiterer Ermittlungen und kann zum jetzigen Zeitpunkt weder bestätigt, noch verneint werden“, hieß es. „Aus ermittlungstaktischen Gründen“ würden keine weiteren Angaben gemacht.

Der „taz“ zufolge bekennt sich im Bekennerschreiben ein Einzeltäter zu der Tat und beschreibt detailliert die verwendeten Selbstbauraketen. „Stromerzeugung aus fossilen Brennstoffen ist ein Verbrechen, das unsägliches Leid nach sich zieht“, zitiert die Zeitung aus dem Schreiben. Dieses Leid wolle er „abwenden oder vermindern“.

Das Schreiben ist demnach handschriftlich verfasst und wurde laut Poststempel in Nordrhein-Westfalen verschickt. Die „taz“ hat nach eigenen Angaben an der Adresse nur ein anderes Familienmitglied angetroffen. Dieses gab demnach an, keine Kenntnis von der Tat und dem aktuellen Aufenthaltsort des Mannes zu haben, erkannte aber die Handschrift des Angehörigen.

Am Dienstag (1. September) hatten Unbekannte einen Angriff auf das Umspannwerk in der Nähe des Kraftwerks Jänschwalde verübt. Dabei kamen laut Netzbetreiber 50Hertz „selbstgebaute Flugkörper, die handelsüblichen Silvesterraketen ähneln“, zum Einsatz. Brandenburgs Innenminister Jan Redmann (CDU) zufolge wurde versucht, eine Verbindung zwischen der Höchstspannungsleitung und dem Erdboden herzustellen und so einen Kurzschluss auszulösen. Die Polizei nahm Ermittlungen unter anderem wegen Terrorverdachts auf.