Anschlag in Cottbus
: Angreifer zünden Böller und attackieren Wohnprojekt

Anschlag auf die „Zelle 79“: In der Nacht haben vermummte Personen Böller in der Parzellenstraße in Cottbus gezündet und verfassungsfeindliche Parolen gerufen. Nicht zum ersten Mal.
Von
Silke Halpick
Cottbus
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Anschlag in Cottbus

Der Anschlag in Cottbus ist von den Bewohnern festgehalten worden. In der Nacht haben vermummte Personen Böller und Leuchtraketen vor einem Wohnprojekt „Zelle 79“ in der Parzellenstraße gezündet. Der Staatsschutz ermittelt.

Fabi Buchholz
  • Fünf vermummte Personen attackierten am 24. Mai 2025 das Wohnprojekt "Zelle 79" in Cottbus.
  • Böller und Leuchtfackeln wurden gezündet, und verfassungsfeindliche Parolen gerufen.
  • Eingangstür und Fassade des Hauses wurden beschädigt.
  • Polizei und Staatsschutz ermitteln, Verdächtige wurden kontrolliert, jedoch kein Tatverdacht.
  • Bereits im März 2025 gab es einen ähnlichen Angriff auf das Projekt.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Fünf dunkelgekleidete und teilweise vermummt auftretende Personen haben am Freitag (24. Mai 2025) gegen 23.45 Uhr vor dem alternativen Hausprojekt „Zelle 79“ in der Parzellenstraße in Cottbus Böller und Leuchtfackeln gezündet und verfassungsfeindliche Parolen gerufen.

Darüber informiert die Polizei. Auch die Eingangstür und die Fassade des durch den Verein genutztes Haus sei beschädigt worden. In das Gebäude seien die Täter allerdings nicht gelangt.

Beim Eintreffen der Polizei nur weniger Minuten nach dem Notruf sei die Personengruppe bereits vom Tatort verschwunden gewesen. Nach Polizeiangaben ist umgehend eine Fahndung eingeleitet, mehrere Personen in der näheren Umgebung kontrolliert und die Identitäten festgestellt worden. Ein Tatverdacht gegen diese Personen habe sich jedoch nicht ergeben, so die Polizei.

Staatsschutz übernimmt Ermittlung zu Anschlag in Cottbus

Im Rahmen der eingeleiteten Ermittlungen wegen Landfriedensbruch haben die Kriminaltechniker noch in der Nacht Spuren am Ort des Geschehens gesichert. Der kriminalpolizeiliche Staatsschutz hat die weiteren Ermittlungen übernommen, um einen politischen Hintergrund zu prüfen. Personen sind nach Polizeiangaben nicht verletzt worden.

Es ist nicht der erste Angriff auf das alternative Wohnprojekt. Schon im März 2025 sind nach Angaben der Bewohner Pflastersteine durch die Fenster geworfen worden.