Von Georg Zielonkowski

Mit einem gemütlichen Radausflug wird das auf keinen Fall etwas zu tun haben, was sich 26 Mitglieder des Cottbuser Veloteams vorgenommen haben. Ab 7.Juli wollen die 21 Männer und fünf Frauen an fünf Tagen rund 500 Kilometer zurücklegen. Was für geübte, sportliche Radler noch nicht dramatisch erscheint. Erst wenn man hört, dass 12 000 Höhenmeter überwunden werden müssen, um von Oberammergau über das Stilfser Joch, den Gavia-Pass oder den nicht minder anspruchsvollen Mortirolo nach Trient zu kommen, steigt die Achtung vor der Gruppe nochmals erheblich. Erst recht, wenn man erfährt, dass die fast schon profihaften Radler einen Altersdurchschnitt von 55 Jahren an den Start bringen.

Begleitet wird die Gruppe von einem Transporter, der abwechselnd von Mitgliedern der Gruppe gesteuert wird und in dem sich einige notwendigen Dinge, beispielsweise für die Notfallversorgung, befinden. „Was ja auch wichtig ist, denn wir sind nicht etwa Teilnehmer eines ausgeschriebenen Events, sondern wir werden nur unter uns versuchen, die Schwierigkeiten auf den einzelnen Etappen der Fahrt, die Peter Kuscheck ausgewählt und zusammengestellt hat, zu bewältigen“, erklärt Frank Urbanowicz. Der Org-Leiter der Gruppe war anfangs erstaunt, dass es so viele Interessenten aus den Reihen der Veloteam-Hobbyradler gab.

Derzeit laufen die Vorbereitungen schon auf Hochtouren. Beispielsweise wird allsonntags in Cottbus- Sandow zur gemeinsamen Trainingsfahrt gestartet, bei der das so genannte A-Team knapp zwei Stunden unterwegs ist und dabei einen Geschwindigkeitsdurchschnitt von 32 km/h erreicht. „Berge können wir hier bei uns nicht üben, aber unser „Trainingskollege Wind“ stellt auch die ein oder andere Herausforderung gerade im flachen Gebiet in der Nähe der Tagebauflächen dar“, sagt Frank Urbanowicz.

Neben der Überprüfung der auch im Alter noch vorhandenen Leistungsfähigkeit haben die Alpen-Überquerer auch einen humanitären Gedanken im Gepäck. Für jeden gefahrenen Höhenmeter jedes Einzelnen wollen sie einen Cent von Sponsoren einsammeln und den Gesamtbetrag dann einem humanitären Zwecke zur Verfügung  stellen. Darum werden derzeit noch einige Unterstützer des Projekts „Alpenüberquerung“ gesucht.