Alexander Knappe: Huckepack Tour mit Kontrollen, Beinahe-Schlägerei und Hungerast

Alexander Knappe auf dem Weg von Gera nach Jena. Begleitet wurde der Sänger auf seiner Huckepack Tour ein gutes Stück vom Geraer Bahnradsportler Robert Förstemann. Auf dem Bollerwagen sitzt Timo Schulz aka Timo Fiert.
Frank Hilbert- Sänger Alexander Knappe läuft 46 Marathons in 50 Tagen von Cottbus nach El Arenal.
- Start in Cottbus, Ziel „Ballermann“ auf Mallorca; erste/letzte 500 m trägt er jemanden.
- Begleitung: Freund Timo Schulz im Bollerwagen, Team mit Physiotherapeut im Wohnwagen.
- Polizeikontrollen in Cottbus–Senftenberg und Dresden; einmal 15 km Umweg.
- Probleme: Bollerwagen-Achse bricht, Beinahe-Schlägerei, „Hungerhass“ ohne Verpflegung.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Zwölf Marathons hat Alexander Knappe inzwischen hinter sich gebracht. Insgesamt 46 davon will der Sänger auf seiner „Huckepack Tour“ mit seinem Freund Timo Schulz durch vier Länder in 50 Tagen absolvieren. Gestartet ist er in Cottbus, sein Ziel ist El Arenal auf Mallorca – dort am „Ballermann“, mitten in der Party-Zone. Die ersten und die letzten 500 Meter einer jeden Strecke will er jemanden Huckepack nehmen.
Während Knappe zu Fuß unterwegs ist, begleitet ihn Schulz in einem Bollerwagen. Sein Team samt Physiotherapeut ist in einem Wohnwagen unterwegs.
Bisher ist der Sänger im Zeitplan. Allerdings läuft auf der Tour nicht immer alles glatt und reibungslos ab. Momentan ist er in Hessen unterwegs und befindet sich auf der Strecke zwischen Bad Hersfeld und Fulda. Doch Schwierigkeiten gab es bereits am Tag eins.
Schon auf der Etappe Cottbus – Senftenberg geraten der Knappe und sein Team in eine Polizeikontrolle und ein abruptes Ende der „Huckepack Tour“ droht. Und es wird auch nicht die letzte Kontrolle bleiben. „Da wollten die Beamten eigentlich nicht, dass wir weiterfahren“, sagt Alex.
Alexander Knappe provoziert mit FCE-Trikot in Dresden
Mit der Polizei sind er und sein Team dann doch noch übereingekommen. „Wir haben uns dann darauf geeinigt, dass wir 500 Meter weiterfahren dürfen“, sagt der Sänger. In der Folge mussten sie einen Umweg von circa 15 Kilometern in Kauf nehmen. „Das hat sehr wehgetan.“
Die ungefähre Route der „Huckepack Tour “ von Alexander Knappe
Polizeikontrolle Nummer zwei lässt nicht lange auf sich warten. Die „Huckepack Tour“ führt die Gruppe auch nach Dresden. Da zeigt sich Knappe wagemutig und etwas naiv: „Da sind wir volles Risiko gegangen und sind direkt zum Dynamo-Dresden-Stadion – im Energie-Cottbus-Trikot.“
Die Polizei vor Ort reagierte schnell. „Die haben uns natürlich gleich hops genommen“, sagt der Sänger. „Da mussten wir komplett die ganze Kontrolle machen und unsere Ausweise aushändigen.“ Am Ende des Tages geht es wieder gut aus. Alex, Timo und Co. dürfen weiterfahren.
Bollerwagen macht Alexander Knappe zu schaffen
Immer wieder Schwierigkeiten macht der Bollerwagen von Timo Schulz. „Das ist ein sehr sensibles Thema bei uns“, gibt Knappe zu. Die Achse ist schon zwei Mal an ihre Grenzen gekommen. Einmal ist sie sogar während der Fahrt – „bei vollem Karacho“ – gebrochen. „Wir fahren halt nicht nur über Straßen, sondern auch über Stock und Stein“, erklärt der 41-Jährige das Problem.
Dennoch seien sie sehr gut vorbereitet. Der Bollerwagen konnte immer wieder repariert werden. „Aber es bleibt spannend, ob wir ihn bis zum Ende halten können“, sagt der Sänger. „Wir geben unser Bestes.“
„Huckepack Tour“: Alexander Knappe auf Konfrontationskurs
Nicht alle Verkehrsteilnehmer sind erfreut, wenn sie auf der Straße auf Alexander Knappe und sein Team stoßen. „Natürlich verursachen wir ab und zu Staus“, gibt er zu. Diese seien aber nicht riesengroß. „Weil wir oftmals auch rausfahren, damit die Autos vorfahren können“, erklärt der Musiker.
Bei Meißen war ein Autofahrer nicht sehr geduldig. „Der Typ war auf eine Million“, erinnert sich Alex. „Er ist um uns herumgefahren und hat mich einfach angespuckt, und dann bin ich da hinterhergefeuert.“ Das wollte sich der Sänger nicht gefallen lassen.
Knappe nimmt die Verfolgung auf und ist schnell auf Höhe des Autofensters. „Dann hat er mich fast noch umgefahren und ist abgedüst", schildert er den Verlauf der Beinahe-Schlägerei. „Aber auch das haben wir überlebt und das kann noch ein paar Mal passieren“, ist sich der Sänger sicher.
Alexander Knappe musste „Huckepack Tour“ beinahe aufgeben
Ein Erlebnis hätte ihn beinahe die Tour gekostet. Oft muss das Team eine andere Route fahren, als der Knappe läuft. Die Strecken sind für Wohn- und Bollerwagen nicht geeignet. Zwischen Zwickau und Gera wird er so für eine lange Zeit von seinen Begleitern getrennt.
„Dann hatte ich leider das Problem, dass ich auf fast 20 Kilometern keine Getränke, keine Verpflegung hatte“, sagt der Musiker. Er beschreibt die Situation mit dem Wort „Hungerast“. Das habe so an seinem Körper gezerrt, dass er fast abbrechen musste. „Aber mein Körper hält zusammen. Wer weiß, was morgen kommt.“
Wer ist Alexander Knappe?
Der Popsänger wurde am 15. Februar 1985 in Guben geboren.
Bekanntheit erlangte er durch seine Auftritte in der Sendung X-Factor.
Knappe wuchs in Cottbus auf und war unter anderem als Fußballer aktiv. Seit seinem 19. Lebensjahr macht er Musik.
Er hatte drei Top-10-Alben und mehrere Radio-Hits. Sein Song „Wir kommen auch morgen noch wieder“ wird regelmäßig bei Heimspielen von Energie Cottbus gespielt. 2025 beendete er seine Karriere als Popmusiker mit seiner „Tschau“-Tour und verabschiedete sich von den großen Bühnen.






