Die Weltspiegel Cottbus GmbH führt seit dem 1. Januar die Geschäfte des Cottbuser Filmtheaters. Das bestätigt die Sparkasse Spree-Neiße. Fortan sind die beiden Geschäftsführer Kerstin Adam und Wulf Sörgel für den Kinobetrieb verantwortlich. Damit endet eine fast vier Jahre dauernde Hängepartie nach der Insolvenz des Kinos.

Die Cottbuserin Kerstin Adam arbeitet seit fast sechs Jahren für den Weltspiegel. Der Berliner Wulf Sörgel betreibt seinerseits drei Kinos in der Hauptstadt. Zwei davon sind reine Arthouse-Theater. So verwundert auch nicht der Ansatz des neuen Betreiber-Duos: Sie setzen im Programm auf eine Kombination von Blockbustern und besonderen Filmen. „Wir wollen zudem Spezialangebote machen“, ergänzt Wulf Sörgel. Dazu gehörten Konzerte genauso wie Filmgespräche mit Regisseuren und Schauspielern oder Lesungen.

Ende 2014 hat der damalige Eigentümer und Betreiber des Weltspiegels Ralf Zarnoch Insolvenz angemeldet. 2017 ging das Filmtheater in die Zwangsversteigerung. Dabei wechselte der Weltspiegel für 1,2 Millionen Euro den Besitzer. Seither ist die Sparkasse Spree-Neiße Eigentümerin des mehr als 100 Jahre alten Baudenkmals. Das bleibt sie auch weiterhin.

Das Filmtheater war nach jahrelangem Leerstand zwischen 2009 bis 2012 modernisiert und umgebaut worden. Das Haus gilt als das älteste Kino Brandenburgs. Es wurde im Jahr 1911 errichtet.