Die Zahl der Haushalte, die biogene Abfälle freiwillig in der Biotonne sammeln, steigt. Das wird über die Einheitsgebühr finanziert, ebenso wie die Wertstoffhöfe und die Entsorgung von Sperrmüll.

Der erste Frost hat für Frust gesorgt bei den Leuten, die organische Abfälle in die braune Tonne werfen. „Abfälle sind in den Biotonnen angefroren sind und konnten nicht entsorgt werden“, bestätigt Rathaus-Sprecherin Laura Koal. Der nächste Temperatursturz ist nunmehr nach den vergangenen ungewöhnlich warmen Tagen für die Jahreszeit angekündigt. Deshalb gibt das Fachamt der Stadtverwaltung Cottbus vorsorglich noch einige nützliche Informationen zum Umgang mit der Biotonne.

Experten gegen Tipps für frostfreie Tonne

Die Tipps von Experten: die Bio­tonne vor dem Füllen am Boden mit einer lockeren Schicht aus zerknülltem Zeitungspapier, Strauchschnitt oder Eierpappen auslegen, feuchte Bioabfälle abtrocknen lassen und in mehrere Lagen Zeitungs- oder Küchenpapier einwickeln und trockene Gartenabfälle schichtweise zwischen die feuchten Bioabfälle aus der Küche legen. Plastiktüten, kompostierbare Mülltüten und auch alle „biologisch abbaubaren“ Produkte wie Verpackungen und Einweggeschirr gehören indes nicht in die Biotonne.

Die Cottbuser Restabfallanalyse hat gezeigt: Der Durchschnittshaushalt hat etwa zur Hälfte als Restmüll auch organische Küchen- und Gartenabfälle entsorgt. 80 Kilogramm sind das pro Einwohner und Jahr. Diese Bioabfälle werden seit Januar in einer Vergärungsanlage in Wärme und Energie und schließlich in Kompost umgewandelt.

Rote Karte für Biotonnen

Biotonnen, die wegen festgefrorenen Inhaltes nicht geleert werden können, werden vom Entsorgungsunternehmen Alba mit einem roten Aufkleber versehen. Diesen Aufkleber erhalten auch Biotonnen, in denen sich falsche Abfälle, wie zum Beispiel Verpackungen aus Plastik oder Glas, befinden. „Biotonnen dürfen ausschließlich mit natürlichen kompostierbaren Abfällen befüllt werden“, betont Laura Koal.

Bisher wird die Biotonne in Cottbus von etwa 1700 Haushalten genutzt. Weitere Anmeldungen nimmt das Amt für Abfallwirtschaft und Stadtreinigung entgegen.