In diesen Tagen gibt es viele hilfsbereite Menschen. Neben den Profis in Krankenhäusern, an den Kassen der Supermärkte, bei der Müllabfuhr oder im Kohlekraftwerk wollen Ehrenamtliche ihre Mitmenschen unterstützen.

Mitmachen ist gefragt. Beispiel Blutspenden: „Für die nächsten Wochen ist wichtig, dass Blutspender möglichst stetig kommen und sich regional gleichmäßig verteilen“, sagt Kerstin Schweiger, Sprecherin des DRK-Blutspendedienstes Nord-Ost. Im Blutspendezentrum Cottbus ist zwar die Zahl der Spender zuletzt gestiegen. Aber aufgrund weiterer Coronainfektionen dürfte die Zahl potenzieller Spender abnehmen.

Auch Unternehmen helfen. Ab Montag, 30. März, produziert BASF in Schwarzheide Hand-Desinfektionsmittel, das Krankenhäusern kostenlos erhalten. Laut BASF-Sprecher Arne Petersen hat zum Beispiel das Cottbuser Carl-Thiem-Klinikum angefragt.

In Spremberg arbeiten die Offene Werkstatt und ein Apotheker zusammen und stellen Gesichtsschutze für Pflegepersonal am 3-D-Drucker her. Dutzende private Kampagnen starten.

Grit Maroske in Hoyerswerda ruft über Facebook und Twitter zu Spenden auf. Sie sagt: Wenn die Lebensmittel-Tafeln geschlossen und Artikel in Discountern ausverkauft sind, hätten ärmere Menschen das Nachsehen. Bedürftige erhalten laut Maroske bis zu 100 Euro, um Essen kaufen zu können. Maroske hat nach eigenen Angaben bisher mehr als 20 000 Euro eingesammelt und mehr als 18 000 Euro ausgereicht.

In Grünewalde, Ortsteil der Stadt Lauchhammer unterstützt die Dorfjugend ältere Mitmenschen beim Einkaufen und bei Botengängen. Und in Cottbus haben Unterstützer des Menschenrechtszentrums Zellen des ehemaligen Gefängnisses zu Nähstuben umfunktioniert. Dort werden nun Mundschutze aus Stoff genäht. Ähnliche Hilfen sind über all in der Lausitz, zum Beispiel im Spreewald, in Spree-Neiße, in Elbe-Elster sowie in Senftenberg und Umgebung angelaufen.

So helfen Sie: Nutzen Sie die Kontaktmöglichkeiten über die Artikel-Links in diesem Beitrag und den Link zur LR-Plattform #lausitzhältzusammen. Hier bieten Privatleute Hilfe an, Firmen können kostenlos Infos veröffentlichen.

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Youtube Mundschutz im Handumdrehen selbst genäht: Cottbuserin Carola Michalik zeigt im Video, wie es geht.

Hintergründe zum Coronavirus in der Lausitz finden Sie in diesem Dossier.