Dimitar Rangelov wird für den FC Energie zum Drittliga-Garanten. Dank des 36-jährigen Routiniers haben die Cottbuser zwei Spieltage vor Saisonschluss den Sprung aus der Abstiegszone geschafft. „Wir haben alles reingehauen mit dem letzten Aufgebot. Ich habe ja schon gesagt, welchen Stellenwert Rangelov für uns hat. In gewissen Momenten ist er der Pizarro der Lausitz“, sagte Trainer Claus-Dieter Wollitz nach dem 2:1 (1:1) am Sonntag beim KFC Uerdingen 05.

Kapitän Rangelov traf doppelt (27. und 63. Minute) und ist vier Jahre jünger als Claudio Pizarro von Werder Bremen.

Patrick Pflücke hatte die Gastgeber vor 4000 Zuschauern in der Schauinsland-Reisen-Arena in Duisburg zunächst in Führung gebracht (22.). Mit dem zehnten Saisonsieg rückte das Team von Trainer Claus-Dieter Wollitz in der Tabelle auf Rang 15 vor, hat allerdings nur einen Punkt Vorsprung auf einen Abstiegsplatz. „Wie wichtig Rangelov ist, weiß jeder - auf und neben dem Platz. Er ist wie ein großer Bruder“, erklärte Kollege Kevin Weidlich.

„Es war nur ein Schritt. Aber es war richtig schwer und ich freue mich sehr, dass das geklappt hat“, sagte Rangelov selbst. Erst im Herbst des Vorjahres hatte sich Energie dazu entschieden, den Stürmer nochmals einen Vertrag zu geben.

Und der Oldie zahlt zurück: In Uerdingen markierte der Bulgare schon seine Saisontreffer sechs und sieben. Am kommenden Samstag gegen den schon lange feststehenden Absteiger VfR Aalen und zum Saisonabschluss bei Eintracht Braunschweig kann Energie den Klassenverbleib perfekt machen.

Schon früh gerieten die Cottbuser am 36. Spieltag in Rückstand. Pflücke überlistete Energie-Keeper Avdo Spahic mit einem vehementen 20-Meter-Schuss. Trainer Wollitz hatte seine Startelf nach dem 1:2 zu Hause gegen Meister Osnabrück gleich um fünf Positionen verändert. Rangelov nutzte nur fünf Minuten später einen 25-Meter-Freistoß zum Ausgleich. Am Bild des Spiels änderte sich aber nichts: Uerdingen blieb die dominante Mannschaft, Energie verteidigte mit viel Einsatz.

Doch Cottbus spielte dann mit mehr Mut und hatte Rangelov: Mit einer feinen Einzelleistung narrte er gleich zwei Gegenspieler und schob locker zum 2:1 ein. Nach 2007 bis 2009 und 2011/12 steht Rangelow schon zum dritten Mal bei Energie unter Vertrag.

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