Union Berlin – SV Werder
: Burke und Bremen schocken – aber die Eisernen schlagen zurück

Union Berlin baut mit dem Remis gegen Bremen seine Erfolgsserie in der Bundesliga auf acht Partien ohne Niederlage aus. Die Eisernen belohnen sich für die Steigerung in der zweiten Halbzeit.
Von
Frank Noack,
Peter Mertes
Berlin
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1. FC Union Berlin - Werder Bremen: 03.05.2025, Berlin: Fußball: Bundesliga, 1. FC Union Berlin - Werder Bremen, 32. Spieltag, An der Alten Försterei. Berlins Benedict Hollerbach (l-r) und Andrej Ilic kämpfen gegen Marco Friedl und Niklas Stark von Werder Bremen um den Ball. Foto: Andreas Gora/dpa - WICHTIGER HINWEIS: Gemäß den Vorgaben der DFL Deutsche Fußball Liga bzw. des DFB Deutscher Fußball-Bund ist es untersagt, in dem Stadion und/oder vom Spiel angefertigte Fotoaufnahmen in Form von Sequenzbildern und/oder videoähnlichen Fotostrecken zu verwerten bzw. verwerten zu lassen. +++ dpa-Bildfunk +++

Dicke Luft vor dem Tor: Benedict Hollerbach (l.) und Andrej Ilic von Union attackieren in dieser Szene mit vereinten Kräften die Bremer Abwehr.

Andreas Gora/dpa
  • Union Berlin spielt 2:2 gegen Werder Bremen; Erfolgsserie auf 8 Spiele ohne Niederlage ausgebaut.
  • Jens Stage trifft doppelt für Bremen; Tore in der 2. und 15. Minute.
  • Tom Rothe und Laszlo Benes erzielen die Tore für Union Berlin.
  • Innenverteidiger Diogo Leite fehlt verletzungsbedingt.
  • Union Berlin sichert den Klassenerhalt und empfängt nächste Woche den FC Heidenheim.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Fans waren bester Laune und sangen angesichts des schon feststehenden Klassenerhalts des 1. FC Union Berlin in der Fußball-Bundesliga einfach 90 Minuten lang durch. Unten auf dem Rasen wurde die Laune dann im Verlaufe des Spiels auch immer besser. Denn die Eisernen aus Köpenick kamen trotz der beiden frühen Gegentore doch noch zu einem 2:2 (1:2)-Remis gegen Werder Bremen. Sie bauten ihre Erfolgsserie auf nunmehr acht Partien ohne Niederlage aus und stellten damit den Rekord von Erfolgstrainer Urs Fischer aus der Saison 2020/21 ein.

Bremen spielt zwar weiter um die internationalen Plätze mit, trauerte aber dem verpassten Sieg hinterher. Der FCU liegt weiter auf Rang 13 und blickt einem vergleichsweise entspannten Saisonfinale entgegen.

Jens Stage schoss die Gäste mit einem frühen Doppelschlag in der 2. und 15. Minute in Führung. Vor 22.012 Zuschauern im ausverkauften Stadion an der Alten Försterei sorgte Tom Rothe für den 1:2-Halbzeitstand (38.). In der 84. Minute erzielte Laszlo Benes mit einem tollen Schuss in den Winkel den 2:2-Endstand.

„Wir haben eine sehr gute erste Halbzeit von Bremen gesehen. Wenn du weißt, was auf dich zukommt und kannst es nicht verhindern, dann ist das schon ärgerlich. Wir können froh sein, dass es nur 0:2 stand“, räumte Union-Trainer Steffen Baumgart ein. „Danach haben wir uns reingekämpft. Und am Ende belohnst du dich mit einem Tor, das so nicht jede Woche fällt. Wir nehmen diesen Teilerfolg gern mit.“

Sturmduo sorgt für frühe Führung des SV Werder

Während Union auf den verletzten Diogo Leite (Bruch des Kehlkopfes) verzichten musste, interessierte die Fans in der Werder-Aufstellung vor allem die Frage: Spielt Oliver Burke oder spielt er nicht? Der Stürmer gilt als mutmaßlicher Neuzugang in Köpenick für die kommende Saison. Die Antwort von Bremens Coach Ole Werner: Burke spielte von Anfang an und bildete gemeinsam mit Marvin Ducksch das Sturmduo der Gäste.

Und dieses Sturmduo sorgte auch für die frühe Führung des SV Werder. Burke setzte sich auf der rechten Seite durch, Ducksch donnerte die Flanke zunächst an den Pfosten – Stage traf per Nachschuss zum 1:0 (2.). Die Abwehr des FCU agierte viel zu passiv in dieser Situation. Vor allem über die rechte Seite mit Burke kam Bremen in der Anfangsphase immer wieder gefährlich vor das Union-Tor.

Auch beim zweiten Werder-Tor sahen die Gastgeber nicht gut aus. Christopher Trimmel verlor im Mittelfeld beim Umschalten den Ball an Jens Stage, der in der 15. Minute mit einem noch leicht abgefälschten Schuss in den Winkel seinen Doppelpack klarmachte. 2:0 nach einer Viertelstunde – die Startphase ging eindeutig an die ballsicheren Gäste von der Weser. Beim Schuss von Burke (28.) war Torhüter Frederik Rönnow zur Stelle.

Union Berlin von Bremen eiskalt erwischt

Und Union Berlin? Die Eisernen wurden eiskalt erwischt, aber auch sie fanden mit zunehmender Spielzeit besser in die Partie. Und sie belohnten sich mit dem 1:2-Anschlusstreffer durch Tom Rothe. Er war nach einer Flanke von Christopher Trimmel in der 38. Minute per Kopf erfolgreich. Die Schlussphase der ersten Halbzeit gehörte den Gastgebern, die auf den Ausgleich drängten.

Union machte auch zu Beginn der zweiten Halbzeit schwungvoll weiter. In der 54. Minute kam Benedict Hollerbach frei zum Kopfball – sein Versuch landete aber direkt in den Armen von Werder-Torhüter Michael Zetterer. Trotzdem wurde es immer dann gefährlich, wenn Hollerbach in Ballnähe auftauchte. In der 68. Minute verzog Hollerbachs Sturmpartner Andrej Ilic völlig frei stehend. Von der Bremer Anfangsoffensive war jetzt nichts mehr zu sehen.

Union-Trainer Steffen Baumgart setzte bei seinen Wechseln komplett auf Offensive. Mit Erfolg: Denn in der 84. Minute zirkelte der eingewechselte Laszlo Benes den Ball zum 2:2-Endstand in den Winkel. Das Fazit von Torhüter Frederik Rönnow fiel dennoch gemischt aus: „Die ersten 30 Minuten waren schlecht von unserer Seite. Wir hatten keinen Zugriff auf das Spiel. In der zweiten Halbzeit war unser Pressing besser. Wir haben Druck gemacht.“

Für Union Berlin war es das vorletzte Heimspiel in der laufenden Saison. Am nächsten Samstag (10. Mai) geht es erneut zu Hause gegen den FC Heidenheim. Das Saisonfinale bestreiten die Köpenicker dann beim FC Augsburg.

1.BL 1. FC Union - Werder Bremen 2024/25: Fußball, Herren, Saison 2024/2025, 1. Bundesliga (32. Spieltag), 1. FC Union Berlin - Werder Bremen, der verletzte Diogo Leite (1. FC Union Berlin) auf der Tribüne, 03.05. 2025, Foto: Matthias Koch

Der verletzte Diogo Leite (Union Berlin) verfolgte das Heimspiel gegen Werder Bremen von der Tribüne aus.

Matthias Koch

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