Union Berlin – Bayern München: Baumgart gesperrt – deshalb darf McKenna ihn nicht ersetzen

Steffen Baumgart (Mitte) ist gegen Bayern München gesperrt. Er wird von Co-Trainer René Wagner (links) an der Seitenlinie vertreten. Co-Trainer Kevin McKenna (rechts) fiel laut Baumgart von Beginn an aus dem möglichen Kandidatenkreis.
Sebastian Räppold/Matthias Koch- Union Berlin empfängt Bayern München ohne Trainer Steffen Baumgart, der gesperrt ist.
- Co-Trainer René Wagner wird ihn an der Seitenlinie vertreten.
- Kevin McKenna kann Baumgart nicht ersetzen, da ihre Freundschaft die Entscheidung beeinflusste.
- Baumgart wird sich während des Spiels verstecken und in der Halbzeitpause sprechen.
- Kevin Vogt ist nach langer Verletzungspause wieder einsatzbereit.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Ohne Trainer Steffen Baumgart an der Seitenlinie empfängt der 1. FC Union Berlin am Samstag den Rekordmeister FC Bayern München im ausverkauften Stadion an der Alten Försterei. Nach der vierten Gelben Karte ist er gesperrt. Das heißt: Er muss zum Anpfiff den Innenraum verlassen, darf aber in der Halbzeitpause in der Kabine zur Mannschaft sprechen. Die Sperre endet mit dem Abpfiff
Am Donnerstag teilte der Verein bei der Pressekonferenz vor dem Spiel mit, dass Baumgart in den 90 Minuten von Co-Trainer René Wagner vertreten. Wagner ist einer von drei Assistenztrainern, die Baumgart beim 1. FC Union hat. Dazu gehören außerdem noch Union-Urgestein Sebastian Bönig und Kevin McKenna. Mit dem Kanadier verbindet Baumgart eine lange Freundschaft. Die beiden haben einst von 2005 bis 2007 gemeinsam beim FC Energie Cottbus in der Fußball-Bundesliga sowie der 2. Liga gespielt.
Entscheidung gemeinsam mit den Co-Trainern
44 gemeinsame Spiele stehen in der Bilanz, beim 1. FC Köln und beim Hamburger SV haben beide vertrauensvoll im Trainerteam zusammengearbeitet. Und dennoch wird McKenna nun nicht Baumgarts Vertreter in den 90 Minuten gegen den FC Bayern sein. Wohl, weil sich die beiden zu gut kennen. Der Coach der Eisernen erklärt die Entscheidung für Wagner, der aktuell an seiner Uefa-Pro-Lizenz arbeitet. „Ich hatte in Köln und Paderborn jeweils einen klaren Co-Trainer Nummer eins. Hier haben wir es nicht klar festgelegt. Es gibt drei Co-Trainer, die in ihren Bereichen arbeiten“, so Baumgart.
Er verdeutlichte, wie die Entscheidungsfindung lief und welche Rolle die Emotionalität von McKenna gespielt habe: „Wer von vornherein ausgefallen ist, ist McKenna. Weil der wahrscheinlich nach fünf Minuten bei mir oben gesessen hätte. Deswegen haben wir uns für die anderen beiden entschieden. Ich habe aber alle zum Gespräch geholt und danach haben die Jungs das untereinander klar besprochen.“
Versteckspiel im Stadion gegen Bayern München
Der Trainer der Eisernen freut sich auf das Duell mit Bayern München, verrät jedoch nicht, von welchem Ort im Stadion er das Spiel verfolgen wird. „Es wird mich nicht gleich jemand finden. Das ist auch Absicht, ihr müsst mit Anpfiff etwas suchen“, sagte Baumgart. Trotz seiner Sperre wird er zugegen sein und hat sich einen „sehr, sehr guten Platz“ gesichert, an dem er sich gut konzentrieren kann. „Das wird in der Situation sehr wichtig für mich, weil es mir schon sehr schwerfällt, nicht am Rand in Bewegung zu sein“, erklärte er.
Am letzten Sonntag wurde Baumgart im Spiel gegen Eintracht Frankfurt (2:1) mit einer Gelben Karte verwarnt – seiner vierten in dieser Saison. Er ist über die Situation verärgert, unabhängig vom Gegner, aber hebt hervor, dass er die Spiele gegen Bayern „immer sehr viel Spaß“ findet, „weil du sehr viel lernen kannst und sehr viele gute Fußballer auf dem Platz hast“. Er bezeichnet Bayern als „eine der besten Mannschaften Europas“.
Ferner ist Kevin Vogt, der Verteidiger von Union, nach einer langen Pause wegen Verletzung und Krankheit wieder einsatzbereit. Vogt, der seit Januar mit Knieproblemen zu kämpfen hatte, wird laut Baumgart „ein wichtiger Faktor“ sein, obwohl er gegen Bayern „mit hoher Wahrscheinlichkeit“ als Ersatzspieler starten wird.

Steffen Baumgart (links) und Kevin McKenna kennen sich schon aus Bundesliga-Zeiten beim FC Energie Cottbus
Mario Behnke

