Tückischer Krebs bei Heiko Weber
: Emotionale Worte des Ex-Trainers von Energie Cottbus

Der ehemalige Energie-Trainer Heiko Weber kämpft gegen den Krebs. Der 60-Jährige ist gerührt von der Anteilnahme und den zahlreichen Spenden. Nun gibt er sich kämpferisch.
Von
Jan Lehmann
Cottbus
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Cheftrainer Heiko Weber nach dem Spiel.

27.08.2022, Brandenburg, Cottbus: Heiko Weber (ZFC Meuselwitz)

(Wichtiger Hinweis: Der DFB untersagt die Verwendung von Sequenzbildern im Internet und in Online-Medien während des Spiels (einschließlich Halbzeit). Sperrfrist! Der DFB erlaubt die Publikation und Weiterverwertung der Bilder auf mobilfunkfähigen Endgeräten (insbesondere MMS) und über DVB-H und DMB erst nach Spielende.) Foto: Frank Hammerschmidt

Als Trainer des ZFC Meuselwitz war Heiko Weber zuletzt im Jahr 2022 bei Energie Cottbus zu Gast. 2008 hat er mit dem FCE ein besonderes Spiel in der Allianz-Arena von Bayern München erlebt.

Frank Hammerschmidt
  • Ex-Trainer Heiko Weber (60) hat Bauchspeicheldrüsenkrebs und äußert sich erstmals öffentlich.
  • Große Anteilnahme: Genesungswünsche aus Jena, Meuselwitz, Erfurt und Cottbus.
  • Spendenaktion auf Gofundme: bis Donnerstag über 46.000 Euro für Schmerztherapie.
  • Weber dankt Unterstützern und Familie; ringt mit der Annahme der Hilfe.
  • Ehemals bei Energie Cottbus (2007–2008); Spiel in München als Karrierehöhepunkt.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die schwere Krebserkrankung des ehemaligen Fußballers und Trainers Heiko Weber hat nicht nur in seiner Heimatstadt Jena für große Anteilnahme gesorgt. Auch aus der Fußball-Lausitz gibt es viele Genesungswünsche und Spenden für den 60-Jährigen, der an Bauchspeicheldrüsenkrebs erkrankt ist. Nun äußert sich Weber zum ersten Mal öffentlich, er hat nicht nur Genesungswünsche von Anhängern seines Heimatvereins Carl Zeiss Jena bekommen.

Er war auch lange beim ZFC Meuselwitz tätig. Selbst Fans des rivalisierenden FC Rot-Weiß Erfurt senden ihre Unterstützung. Weber, der bereits in seinen aktiven Spielertagen „Benno“ genannt wurde, betont: „Ich danke jedem einzelnen Unterstützer dieser Aktion und ganz besonders meiner Frau und Familie für diesen hingebungsvollen Rückhalt. Euer Benno.“

Auch aus Cottbus gibt es viel Unterstützung, die Verbindungen sind über die Jahre intakt geblieben: Weber war von 2007 bis 2008 bei Energie Cottbus tätig. Damals trainierte er die zweite Mannschaft des FC Energie und stand zudem für eine Partie als Interimstrainer der Cottbuser Erstliga-Mannschaft an der Seitenlinie. Das Spiel beim FC Bayern München in der Allianz-Arena war auch für Weber ein Höhepunkt seiner Trainer-Karriere.

Viele Fußballfans haben sich deshalb an der Spendenaktion auf Gofundme beteiligt, die für Weber initiiert wurde. Bis zum Donnerstag wurden schon mehr als 46.000 Euro gesammelt. Mit dem Geld soll eine kostspielige Schmerztherapie finanziert werden, um die Auswirkungen dieser tückischen Krankheit zu lindern.

Ex-Energie Trainer Heiko Weber ist gerührt von der Unterstützung

Nun hat sich Heiko Weber selbst dazu öffentlich geäußert. Auf der Plattform Padlet, auf der ihm zahlreiche Genesungswünsche übermittelt worden sind, schreibt der 60-Jährige an die Fans seines Vereins FC Carl Zeiss Jena sowie alle anderen Unterstützer: „Ich möchte mich von ganzem Herzen für die überwältigende Anteilnahme bedanken. Eigentlich war ich immer die Person, die für andere da war, motiviert hat und Menschen auf dem Weg zu (sportlichen) Zielen begleitete. Meine neue Rolle zu akzeptieren, fällt mir daher immer noch schwer.“

Weber gibt zu: „Als ich von der Spendensammlung erfahren habe, war es daher anfangs auch eine kleine Achterbahn der Gefühle. Von Rührung und Dankbarkeit bis hin zu der Frage, ob ich die Hilfe überhaupt annehmen darf, auch wenn die Sorge um die Finanzierung meiner Behandlung, den zukünftigen Lebensunterhalt und notwendige Zusatzkosten mich täglich begleitet.“

Der bisher letzte Europapokal-Torschütze des FC Carl Zeiss zeigt sich gerührt: „Die Vorstellung, dass ich so vielen Menschen etwas bedeute, dass sie bereit sind, mich bei meiner Genesung finanziell zu unterstützen, berührt mich wirklich sehr. In besseren Momenten lese ich die vielen Nachrichten und danke euch für die Motivation und die Kraft in euren Worten. Noch einmal so direkt vor Augen gehalten zu bekommen, wie man verschiedene Menschen bewegt hat, erinnert an die eigene Stärke – auch in solch schwierigen Phasen.“

Wie als Fußballer und auch als Trainer gibt sich Weber kämpferisch: „Neben all den Schattenseiten habe ich auch etwas Positives aus meiner Erkrankung ziehen können: Es ist eine Freude zu sehen, wie ich meine Mitstreiter und Fans in den Vereinen geprägt habe und wie viele Kontakte aktuell wieder aufleben. Ich verspreche euch, dass ich kämpfen und dieses Ausmaß an Solidarität niemals als selbstverständlich ansehen werde.“

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