Transfer bei Energie Cottbus: FCE holt Meistermacher aus dem Eishockey als Teammanager

Steffen Ziesche kommt aus dem Eishockey und ist neuer Teammanager bei Energie Cottbus.
FC Energie Cottbus- Energie Cottbus stellt Steffen Ziesche als Teammanager ein – er kommt aus dem Eishockey.
- Ziesche war zuletzt Co-Trainer der Krefeld Pinguine und stieg mit ihnen in die DEL auf.
- Der Club reagiert auf höhere Anforderungen nach dem Aufstieg in die 2. Bundesliga.
- Ziesche soll Abläufe rund um die Profimannschaft bündeln und Prozesse koordinieren.
- Trainer Wollitz kennt Ziesche seit Jahren und erwartet neue Blickwinkel aus anderer Sportart.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Der FC Energie Cottbus professionalisiert seinen Staff weiter und besetzt eine neue Schlüsselposition. Steffen Ziesche wird Teammanager beim Aufsteiger in die 2. Fußball-Bundesliga. Das Besondere an dieser Neuverpflichtung: Der 54-Jährige kommt aus dem Eishockey und bringt reichlich Erfahrung aus dem Spitzensport mit. Keine Frage – das ist ein personeller Paukenschlag.
Steffen Ziesche arbeitete zuletzt als Co-Trainer bei den Krefeld Pinguinen. Mit dem Traditionsclub gewann er in der vergangenen Saison die Meisterschaft in der DEL2 und schaffte den Aufstieg in die Deutsche Eishockey-Liga (DEL). Am Mittwoch stellte Cheftrainer Claus-Dieter Wollitz den neuen Teammanager der Mannschaft und dem Funktionsteam vor.
„Wir sind dem Club sehr dankbar, dass wir für den Staff eine weitere sehr wichtige Position installieren dürfen, um unsere Abläufe optimieren zu können“, erklärt Wollitz. Den neuen Teammanager kennt der FCE-Coach bereits seit vielen Jahren. „Dass wir mit Steffen, den ich schon viele Jahre kenne, einen im Eishockey sehr erfahrenen Profi überzeugen konnten, sich uns anzuschließen, ist wirklich großartig. Von seiner Erfahrung und Expertise aus einer anderen Sportart versprechen wir uns auch neue Blickwinkel und Sichtweisen.“
Ziesche soll Prozesse bei Energie Cottbus bündeln
Der Hintergrund der Verbindung zwischen Claus-Dieter Wollitz und Steffen Ziesche: Wollitz war von 2003 bis 2004 als Trainer beim KFC Uerdingen tätig. In dieser Zeit spielte Ziesche, Spitzname „Z“, in Krefeld (2001 bis 2005). Ziesche kommt aus einer sportbegeisterten Familie: Sein Vater Joachim Ziesche war eine Eishockey-Legende in der früheren DDR. Er nahm an neun Weltmeisterschaften und den Olympischen Winterspielen 1968 teil. Sein Sohn Philip spielte auch schon für die Lausitzer Füchse in Weißwasser. Und Bruder Dr. Jens Ziesche ist langjähriger Mannschaftsarzt der Eisbären Berlin.
Mit der Verpflichtung reagiert Energie Cottbus eigenen Angaben zufolge auf die gestiegenen organisatorischen Anforderungen nach dem Aufstieg in die 2. Bundesliga. Ziesche soll künftig Abläufe rund um die Profimannschaft koordinieren und Aufgaben bündeln, die bislang auf mehrere Mitarbeiter verteilt waren.
„Wir möchten uns in allen Bereichen weiterentwickeln und so aufstellen, dass wir den Anforderungen des Profifußballs nachhaltig gerecht werden können“, erklärt Präsident Sebastian Lemke. Dazu gehöre auch die Position eines Teammanagers, „der die Prozesse aufnehmen und vereinen soll, die zuletzt neben den eigentlichen Aufgaben auf mehreren Schultern verteilt waren“.
Steffen Ziesche wurde 1972 im Osten Berlins geboren und begann seine Karriere bei Dynamo Berlin, aus dem später die Eisbären Berlin hervorgingen. Als Spieler lief er unter anderem für die Frankfurt Lions, die Cardiff Devils, die Krefeld Pinguine und die Kassel Huskies auf.
Der frühere deutsche Nationalspieler absolvierte 344 Partien in der DEL. Seinen größten Erfolg feierte Ziesche 2003, als er die Krefeld Pinguine als Kapitän zur Deutschen Meisterschaft führte. Nach einem Kreuzbandriss musste er seine aktive Laufbahn beenden.
Anschließend arbeitete Ziesche unter anderem als Sportmanager der Dresdner Eislöwen, als Trainer bei den Eispiraten Crimmitschau sowie als Sportlicher Leiter und Trainer bei den Eisbären Juniors. Später gehörte er auch zum Trainerteam der Eisbären Berlin.

Steffen Ziesche war unter anderem Co-Trainer der deutschen Eishockey-Nationalmannschaft.
Imago/Jan HuebnerZwischen 2012 und 2015 war Ziesche zudem Assistenztrainer der deutschen Eishockey-Nationalmannschaft und nahm in dieser Funktion an vier Weltmeisterschaften teil. Über die Schwenninger Wild Wings und die Krefeld Pinguine führt ihn sein Weg nun erstmals in den Profifußball.
Dabei hatte Steffen Ziesche Ende April einen Vertrag als neuer Cheftrainer bei Eishockey-Zweitligist Heilbronner Falken unterschrieben. Am 23. Juni teilte der Verein mit, dass Ziesche aus privaten Gründen um die Vertragsauflösung gebeten hatte. Jetzt hat Energie Cottbus das Rennen um den Eishockey-Fachmann gemacht. Die Nähe zu Berlin dürfte dabei eine wichtige Rolle gespielt haben.

