Dass Fandrich zudem die fehlende Perspektive als Grund anführt, kann Beeck nicht nachvollziehen. Schließlich habe man mit dem 21-Jährigen den nächsten Schritt vorgehabt. Der Sportdirektor erklärt: "Wir wollten aus ihm noch mehr Aktionen mit Torgefahr herauskitzeln."

Daraus wird nun nichts mehr. Fandrich sagte am 3. Januar Bescheid, dass er bereits einen Vertrag ab Juni 2013 bei den Sachsen unterschrieben habe. Für Beeck unverständlich, dass er vor dieser Unterschrift nicht noch einmal das Gespräch mit dem Verein gesucht hat. Der 21-Jährige erklärte auf RUNDSCHAU-Nachfrage: "Mein Vertrag wäre im Sommer ausgelaufen und bis dahin hatte von Energie noch niemand mit mir gesprochen. Dann kam Leipzig mit dem sehr interessanten Angebot. Weil ich dort eine bessere Perspektive sehe, habe ich mich dafür entschieden. Allerdings ist es ein schwerer Schritt, weil ich mich 15 Jahre lang bei Energie sehr wohl gefühlt habe."

Weil RB für den im Sommer ablösefreien Spieler jetzt noch eine fünfstellige Summer überweist, kam der Wechsel kurzfristig zustande. Nach Laktakttest und Belastungs-EKG wird Fandrich am Dienstag beim ersten offiziellen Training in Leipzig vorgestellt.

Nicolas Farina (Oberschenkelprobleme) und Marco Stiepermann (Achillessehne) fehlten am Montag beim Training. Coach Rudi Bommer hofft, beide bis zum ersten Test am Mittwoch gegen den Berliner AK (18 Uhr) wieder dabei zu haben.