So ist die Lage: Energie feiert den fünften Sieg im sechsten Spiel und ist damit das Team der Stunde in der Regionalliga Nordost.Der Aufwärtstrend setzt sich fort, wenngleich die Cottbuser nach zuletzt starken Leistungen dieses Mal viele Wünsche offen ließen. Gegen kampfstarke Leipziger konnte Energie lange Zeit kaum Torgefahr entwickeln..

So fielen die Tore:
1:0 Jonas Zickert (55.)

Da hatten die Energie-Fans schon gemeckert, weil Moritz Broschinski beim Cottbuser Konter etwas zu lange gezögert hatte. Doch dann legte Broschinski für den heraneilenden Jonas Zickert auf – und der traf aus etwa 20 Metern ins lange Eck.

1:1 Max Keßler (68.)

Nach einem Cottbuser Eckball konterte Leipzig. Das wurde zwar im ersten Versuch abgewehrt. Doch Chemie gewann auch den zweiten Ball, hinten rechts machte Hoppe einen Fehler und dann stand Max Keßler frei. Er knallte den Ball aus wenigen Metern in den Winkel, FCE-Keeper Stahl war machtlos.

2:1 Berkan Taz (75.)

Einen Freistoß von halblinks zirkelte Berkan Taz über die Mauer. Chemie-Keeper Bellot schaute in die tiefstehende Sonne und war machtlos.

So ging Energie ins Spiel: Trainer Claus-Dieter Wollitz setzte ein Achtungszeichen - und wechselte überraschend auf der Torhüter-Position. Obwohl Lennart Mosefit war, kam dieses Mal Toni Stahl in der Startelf zum Einsatz. Das war sein Regionalliga-Debüt und sein erstes Pflichtspiel für seinen Heimatclub im Stadion der Freundschaft.

Auf den beiden Außenverteidiger-Positionen wechselte Wollitz notgedrungen. Tobias Hasse war nach Gelb-Rot gesperrt, Axel Borgmann konnte wegen Knieproblemen nicht spielen. Dafür kamen Marcel Hoppe und Jonas Zickert zum Einsatz.

Nicht einsatzfähig sind Torhüter Tim Stawecki, Felix Geisler (beide Kreuzbandriss) und Paul Gehrmann (Knöchelbruch). Die Blutwerte von Ibrahim Hajtic haben sich zwar verbessert. Er darf aber trotzdem noch keinen Leistungssport betreiben.

So verlief das Spiel: Energie versuchte mit viel Tempo das Spiel anzugehen, wirkte dabei aber zu ungeordnet. Die Abspiele waren zu ungenau, die Gäste aus Leipzig hatten ein leichtes Spiel, ihre Abwehrkette dicht zu halten.

Beim FCE lief quasi jeder Angriff über Youngster Tobias Eisenhuth, doch die Spielfortsetzung in der Offensive blieb mangelhaft. Moritz Broschinski (6.) und Marcel Hoppe (42.) hatten zwei verheißungsvolle Möglichkeiten, insgesamt blieb Energie in den ersten 45 Minuten aber hinter den Erwartungen zurück. Eisenhuth musste zur Pause auch noch verletzungsbedingt ausgewechselt werden.

Nach der Pause brachte Energie mehr Tempo ins Spiel, blieb aber fehlerhaft im Aufbau. Der Schuss von Zickert zum 1:0 (55.) war deshalb eine kleine Erlösung. Danach musste Leipzig mehr kommen. FCE-Keeper Stahl bewahrte mit einer Glanzparade die Führung (60.). Doch Energie bekam die Partie weiterhin nicht richtig in den Griff, der Ausgleich durch Keßler (68.) war nicht unverdient.

Dank der Freistoß-Künste von Berkan Taz ging Energie dan wieder mit 2:1 (75.) in Führung. Doch in der Abwehr waren die Cottbuser weiterhin nicht sattelfest. Chemie versuchte es mutig weiter nach vorn.

Auf der Gegenseite war Energie bei einem Lattenkracher von Broschinski (82.) der Entscheidung nahe, so blieb es aber ein bis zum Schluss ein Zitterspiel.

So sieht die Statistik aus:

Energie Cottbus - Chemie Leipzig 2:1 (0:0)
Energie Cottbus: Stahl - Zickert, Müller, Koch, Hoppe - Broschinski, Eisenhuth (46. Yildirim), Erlbeck, Taz (76. N. Geisler) – Rangelov, Brügmann.

Chemie Leipzig: Bellot - Boltze, B. Schmidt, Karau Wajer, - F. Schmidt (76. Ibisevic), Wendschuch Nikolajewski (57. Kind), Cvijetkovic (55. Keßler) – Heinze, Petracek

Tore: 1:0 Zickert (55), 1:1 Keßler (68.), 2:1 Taz (75.); Schiedsrichter: Florian Markhoff (Hagenow); Zuschauer: 8102; Gelbe Karten: Erlbeck, Brügmann/ Keßler, Petracek;

Der Liveticker zum Nachlesen:

Energie Cottbus - Chemie Leipzig

So sieht es in der Tabelle aus: Cottbus klettert in der Regionalliga-Tabelle auf Rang drei und hat fünf Punkte Rückstand auf die Spitze.

So geht es weiter: Am kommenden Sonntag reist Energie Cottbus zum brisanten Auswärtsspiel beim SV Babelsberg. Die Partie im Karl-Liebknecht-Stadion wird um 14 Uhr angepfiffen.

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