So ist die Lage:

Energie Cottbus hat auch das zweite Auswärtsspiel in dieser Regionalliga-Saison verloren. Beim 3:2 (0:1) bei Lok Leipzig zeigten die Cottbuser zwar eine gute Leistung .Nach dem kraftraubenden Pokalspiel gegen Bayern München erlebte der FCE allerdings das nächste Spiel an der Belastungsgrenze. Bereits in der ersten Halbzeit wurde Energie durch den Platzverweis von Ben Meyer dezimiert und ging dennoch mit 2:0 in Führung. Doch diesen Vorsprung konnten die Cottbuser nicht ins Ziel retten.

So fielen die Tore:

0:1 Felix Brügmann (44.)

Gerade als Ben Meyer nach einer Tätlichkeit mit einer roten Karte vom Platz geschickt worden war, schlug Energie zu. Felix Brügmann erzielte seinen vierten Saisontreffer. Frei vor Keeper Wenzel zog er ab, abgefälscht trudelte der Ball ins Netz.

0:2 Marcel Hoppe (47.)

Kurz nach der Pause war der eingewechselte Hoppe am langen Pfosten zur Stelle und schloss den FCE-Angriff sicher ab.

1:2 Romarjo Hajrulla (51.)

Einmal abgeblockt, beim zweiten Mal durchgezogen. Mit Wut im Bauch verkürzte der ebenfalls zur Pause eingewechselte Hajrulla auf 1:2. FCE-Keeper Moser war zwar noch mit einer Hand am Ball, doch der schlug oben links ein.

2:2 Djamal Ziane (62.)

Der Ex-Cottbuser köpfte zum Ausgleich ins Tor.

3:2 Djamal Ziane (68.)

Wieder traf Ziane, dieses Mal nach einer Vorlage von Mvibudulu, der sich auf der linken Seite durchgesetzt hatte.

So ging Energie ins Spiel:

Mit Ibrahim Hajtic (Muskelfaserriss) und Robert Müller (Rückenprobleme) fehlten weiter beide Innenverteidiger verletzungsbedingt.

Die Geisler-Brüder Felix und Niklas saßen nach dem ersten gemeinsamen Startelf-Spiel gegen die Bayern überraschend beide auf der Bank. Neu dabei im Gegensatz zum denkwürdigen Pokalabend waren Moritz Broschinski und Colin Raak - sowie in der Abwehr Ben Meyer für Marcel Hoppe. Für Meyer war das sicherlich ein bitterer Montag gegen München. In allen bisherigen Regionalliga-Spielen stand er in der Startelf, nur gegen die Bayern saß er 90 Minuten auf der Bank. Mit Ibrahim Hajtic (Muskelfaserriss) und Robert Müller (Rückenprobleme) fehlten weiter beide Innenverteidiger verletzungsbedingt. Paul Gehrmann und Jan Koch bildeten erneut die Abwehrzentrale.

So verlief das Spiel:

Leipzig versuchte, den Cottbusern mit viel Tempo und wuchtigen Zweikämpfen den Schneid abzukaufen. Der Ex-Cottbuser Robert Zickert aus Falkenberg/Elster, der bei den Leipzigern als Kapitän die Innenverteidigung zusammenhält, hatte vorher schon angekündigt, die junge FCE-Elf mit „Männlichkeit“ beeindrucken zu wollen. Doch die Cottbuser hielten mannhaft dagegen. Besonders Moritz Broschinski gewann viele Zweikämpfe und setzte so einige Akzente.

Die erste Großchance hatte Energie, als sich Broschinski bis in den Strafraum getankt und dann auf Berkan Taz abgelegt hatte. Der FCE-Mittelfeldspieler zog ab, doch der einstige Cottbuser Drittliga-Spieler Patrick Wolf köpfte den Ball noch von der Linie.

Auf der Gegenseite konnte sich FCE-Keeper Lennart Moser mit einigen guten Paraden auszeichnen. Lok hatte mehr vom Spiel und drückte die Cottbuser oft in die eigene Hälfte. Als FCE-Verteidiger Ben Meyer dann nach einer Tätlichkeit im Anschluss an ein Foul gegen Berkan Taz mit Rot (41.) vom Feld gestellt wurde, schien das Pendel gänzlich für Lok auszuschlagen.

Doch während Meyer sich nach der harten Rot-Entscheidung im Kabinengang noch einige Beleidigungen durch den Leipziger Ordnungsdienst anhören musste, schlug Energie eiskalt zu. Felix Brügmann erzielte seinen vierten Saisontreffer und die Cottbuser gingen in Unterzahl in Führung (44.). Das hatte bis zur Pause Bestand, weil Lok danach zwar wütend anrannte, beim Drehschuss von Djamal Ziane auf die Lattenoberkante (45.) aber etwas Pech hatte.

Trainer Claus-Dieter Wollitz wechselte zur Pause zweimal, brachte mit Marcel Hoppe und Jonas Zickert zwei frische Spieler. Hoppe war dann gleich beim ersten Cottbuser Angriff ganz vorn erfolgreich und vollendete zum 2:0 (47.). Doch der beruhigende Zwei-Tore-Vorsprung hatte nur kurz Bestand, Leipzigs Hajrulla verkürzte mit einem wuchtigen Schuss von der Strafraumgrenze zum 1:2 (51.).

Das Spiel blieb hektisch und die Atmosphäre im altehrwürdigen Bruno-Plache-Stadion schaukelte sich zwischenzeitlich hoch. Djamal Ziane (62./69.) brachte die Leipziger dann mit einem Doppelschlag in Führung, die Cottbuser hatten dabei immer wieder auch Pech mit den Entscheidungen von Schiedsrichter Wartmann. Vor dem ersten und auch dem dritten Cottbuser Gegentor hätte er auf Foul entscheiden können – womöglich sogar müssen.

So sieht die Statistik aus:
Lok Leipzig - Energie Cottbus 3:2 (0:1)

Lok: Wenzel - Berger, Urban, R. Zickert - Wolf, Schulze (59. Heynke), Schinke, Soyak (46. Hajrulla), Salewski - Steinborn (52. Mvibudulu), Ziane

Energie: Moser - Hasse, Gehrmann, Koch, Meyer - Broschinski, Raak(46. J. Zickert), Taz (46. Hoppe), Eisenhuth (77. Beyazit), Brügmann - Rangelov

Schiedsrichter: Marko Wartmann (Großvargula) - Zuschauer: 4498

Tore: 0:1 Fe. Brügmann (44.), 0:2 Hoppe (47.), 1:2 Hajrulla (51.), 2:2 Ziane (62.), 3:2 Ziane (69.)

Rote Karten: - / Meyer (42./Tätlichkeit)

Der RUNDSCHAU-Liveticker zum Nachlesen:

Lok Leipzig - Energie Cottbus

So sieht es in der Tabelle aus:

Energie ist aktuell auf Platz sechs.

Lok ist nach diesem Sieg nun mit zehn Zählern Spitzenreiter, weil Berliner AK und auch BFC Dynamo überraschend Federn gelassen haben. Energie hat mit sechs Zählern vorerst den Kontakt zur Spitze verloren.

So geht es weiter:

Bereits am Dienstag tritt der FCE in der ersten Runde des Landespokals bei Schwarz-Rot Neustadt (18 Uhr) an. Sollte der Titelverteidiger diese Pflichtaufgabe erfüllen, wartet in der nächsten Runde mit Phönix Wildau der nächste Landesligist. In der Regionalliga Nordost empfängt der FC Energie zum nächsten Spiel den VfB Auerbach. Anstoß im Stadion der Freundschaft ist am Freitag um 19.30 Uhr

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