Energie Cottbus ist durch die 1:2-Niederlage gegen 1860 München am Samstag dem Abgrund bedrohlich nahe gekommen.

Ein erneuter Abstieg in die Regionalliga hätte für den auch wirtschaftlich um das Überleben kämpfenden Verein wohl verheerende Konsequenzen. Präsident Werner Fahle räumte kürzlich ein, dass der FCE das Geschäftsjahr 2018 mit einem negativen Ergebnis abgeschlossen hat – trotz extremer Sparbemühungen.

In sportlicher Hinsicht fehlen bereits fünf Punkte auf das rettende Ufer. In den zurückliegenden zehn Partien gab es nur einen einzigen Sieg. Weder die Neuverpflichtungen in der Winterpause noch die verschiedensten Lösungsansätze von Trainer Claus-Dieter Wollitz haben die Wende gebracht. All das ist alarmierend. All das sind untrügliche Zeichen für einen Abstiegs-Kandidaten.

Soweit die schlechten Nachrichten. Die gute Nachricht lautet: Energie hat noch 14 Spiele Zeit, um den Absturz zu verhindern. Positiv ist auch, dass sowohl Mannschaft als auch Fans am Samstag gegen München alles rausgehauen haben, wie es in der Fußballersprache so schön romantisch heißt. Alle Beteiligten haben die große Gefahr offenbar erkannt. Torwart Kevin Rauhut stufte sie als „existenziell bedrohlich“ ein. Die Mannschaft sei sich „der Lage bewusst“.

Gefahr erkannt, Gefahr gebannt? Klingt simpel, ist es aber natürlich nicht. Denn Fakt ist auch: Selbst kämpferisch ordentliche Leistungen wie gegen München werden in den verbleibenden 14 Spielen nicht ausreichen, um den Abstieg zu verhindern. Energie Cottbus muss endlich wieder gewinnen – und zwar ganz schnell!

frank.noack@lr-online.de

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