Das wird wahrscheinlich ganz knapp bis zum ­Saisonstart! Wird es zu knapp? Energie Cottbus bangt um den auch verletzten ­Robert Müller, der für die kommende Regionalliga-Spielzeit 2019/20 als alter, neuer Abwehrchef eigentlich fest eingeplant ist. Denn Müller laboriert auch weiterhin an Rückenbeschwerden. „Der Saisonstart ist für ihn in großer Gefahr. Sein Ausfall wäre extrem bitter“, erklärt FCE-Trainer Claus-Dieter Wollitz.

Der 32-jährige Müller hat neben Dimitar Rangelov als einer der wenigen erfahrenen Spieler trotz des Abstiegs aus der 3. Liga seinen Vertrag in der Lausitz verlängert. Er soll als Innenverteidiger die junge Mannschaft von hinten aus führen.

In der bisherigen Saisonvorbe­reitung konnte der gebürtige Schweriner jedoch noch nicht ein einziges Mal zum Einsatz kommen. Auch beim Testspiel am Mittwochabend gegen den VfB Krieschow fehlt der Routinier im FCE-Kader (Beginn um 19 Uhr/LR-Liveticker).

Nach aktuellem Standkönnte es in der Tat einen Wettlauf gegen die Zeit geben. Noch bis Sonntag ist Robert Müller krankgeschrieben. Anfang der Woche soll er dann ins Training einsteigen können. Derzeit schuftet der Abwehrspieler in der Reha. Neben den Rückenproblemen wurde er zwischenzeitlich auch von einer fiebrigen Erkältung ausgebremst.

„Robert Müller ist ein ganz, ganz wichtiger Spieler für unsere junge Mannschaft“, betont Trainer Claus-Dieter Wollitz. Das beweist auch der Blick auf die Statistik: 55 Partien in der 2. Liga sowie 314 Drittliga- und 75 Regional­liga-Spiele stehen für Müller momentan zu Buche. Er war erst im Januar vom KFC Uerdingen in die Lausitz gewechselt und bildete seitdem gemeinsam José-Junior Matuwila die Cottbuser Innenverteidigung. Matuwila hat wie viele andere Profis auch den Verein nach dem Abstieg verlassen. Er spielt jetzt für den 1. FC Kaiserslautern.

Energie Cottbus startet dagegen am 27. Juli mit dem Heimspiel gegen die VSG Altglienicke in die neue Saison. Für Abwehrchef Robert Müller wird es – im besten Fall – ein Kaltstart nach nur einer Woche Training. „Notfalls muss er die Dinge aus der Vorbereitung eben während der ­Saison nachholen“, blickt Trainer Wollitz voraus.

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