Regionalliga: Paukenschlag! BFC Dynamo verkündet Trainer-Aus und hakt Aufstieg ab

Trainer Dirk Kunert verlässt den BFC Dynamo. Vor dem Spiel gegen Energie Cottbus beginnen die Berliner schon die Planung für die Saison 2024/25 in der Fußball-Regionalliga Nordost.
Steffen BeyerDie Mitteilung des BFC Dynamo lässt aufhorchen. Am Dienstag teilte der Fußball-Regionalligist mit, dass die Zusammenarbeit mit Trainer Dirk Kunert zum Saisonende beendet werde. Wenige Tage vor dem Topspiel zwischen dem BFC und Energie Cottbus im Sportforum Hohenschönhausen (16 Uhr/LR-Liveticker) ist diese Nachricht ein Paukenschlag.
Nicht nur, weil der erst im September 2023 verpflichtete Coach nach nicht einmal einem Jahr den Verein wieder verlässt. Sondern, weil die Berliner gleichzeitig offiziell den Aufstieg abhaken. Die Vereinsmitteilung ist überschrieben: „Mit neuem Trainer in die Regionalliga-Saison 2024/25“. Die Planung gilt also der 4. Liga.
Rein rechnerisch hat der BFC durchaus noch Chancen, Meister zu werden. Allerdings sind sieben Punkte Rückstand auf Spitzenreiter Energie Cottbus in nur noch drei Spielen wohl kaum mehr aufzuholen. Mit späten Gegentoren beim 2:2 gegen Rot-Weiß Erfurt und der desaströsen 2:3-Niederlage in Überzahl bei Hansa Rostock II hatten die Berliner eine deutlich bessere Ausgangsposition verspielt.
Vertrag von Dirk Kunert wird nicht verlängert
Deshalb wurden jetzt beim Hauptstadt-Club überraschend schnell Nägel mit Köpfen gemacht. „Unser BFC Dynamo wird mit einem neuen Trainer in die Regionalliga-Saison 2024/25 gehen. Die Zusammenarbeit mit Dirk Kunert wird zum Saisonende beendet, der auslaufende Vertrag wird nicht verlängert. Grundlage für die einvernehmliche Entscheidung war die gemeinsame Analyse des bisherigen Saisonverlaufs, der im Rahmen eines offenen und vertrauensvollen Gesprächs besprochen und ausgewertet wurde“, heißt es in der Pressemitteilung.
Was heißt das nun für das Topspiel am Samstag gegen Energie Cottbus? Gibt der BFC sich schon vorab geschlagen? Wohl kaum. In der Pressemitteilung teilt der Verein mit: „Gemeinsam mit unserer Mannschaft wollen wir die drei noch ausstehenden Partien erfolgreich gestalten und bauen dabei auf die Unterstützung durch unsere Fans.“
Beim FC Energie ist man gewarnt. Bereits nach dem dramatischen 4:3-Sieg gegen Lok Leipzig prognostizierte FCE-Profi Tobias Hasse: „Wir erwarten ein rassiges Spiel. Der BFC hat sieben Punkte Rückstand. Das kann so eine Mischung werden aus: Uns ist jetzt alles scheißegal, jetzt wollen wir nur noch den Gegner ärgern. Oder es geht um das letzte Streichholz, woran man sich noch klammern will. Das ist auf jeden Fall sehr gefährlich.“

