Regionalliga Nordost: Warum der FC Eilenburg bei einem Tor wie Harry Potter zaubert

Torjubel: Beim 2:1-Sieg des FC Eilenburg in der Regionalliga Nordost gegen Viktoria Berlin probieren sich Torschütze Arne Rühlemann (r.) und Mitspieler Moritz Kretzer an einem Zauberspruch aus Harry Potter.
Screenshot MDR/Sport im OstenEs sind drei wichtige Punkte im Abstiegskampf für den FC Eilenburg. Der überraschende 2:1-Sieg gegen den Tabellenfünften Viktoria Berlin bedeutet für die von Ex-Gubener Sascha Prüfer trainierten Sachsen das dritte ungeschlagene Spiel in Serie und den Ausbau des Vorsprungs auf einen sicheren Abstiegsplatz.
Dass den Eilenburgern der Heimsieg gelang, lag auch am Mut eines Youngsters. Der erst 19-jährige Arne Rühlemann schnappte sich in der 23. Minute einen Eckball von rechts und versenkte ihn mit links über den Torwart hinweg direkt ins Netz. Für den Neuzugang, der im Sommer aus der Jugend des Halleschen FC nach Eilenburg gewechselt war, war es das erste Tor im Männer-Bereich.
Die Torschützen probieren sich am Schwebezauber
Ganz bescheiden erklärte Rühlemann später bei Sport im Osten, dass der Treffer nicht ganz Absicht gewesen sei: „Ich versuche das Ding auf den langen Pfosten zu ziehen und dass er reinfällt, ist natürlich top!“ Definitiv genauso gewollt war dann aber der Jubel, den Rühlemann zusammen mit Moritz Kretzer zeigte. Den hatten die beiden abgesprochen und sich dafür von Harry Potter inspirieren lassen.
Es galt für sie, mit den Händen zu „wutschen und wedeln“. Die Geste ist Fans des Zauberschülers vom Zauberspruch „Wingardium leviosa“ bekannt, der Gegenstände durch die Luft schweben lässt. „Wir sind beide große Harry Potter-Fans“, erzählte Kretzer, der zusammen mit Rühlemann bei einem Sport-Bekleidungsgeschäft in Eilenburg arbeitet. „Da haben wir gesagt, wenn du oder ich das nächste Mal ein Tor schießt, machen wir das zusammen.“
Mit sieben Punkten aus drei Spielen feierten die Sachsen eine fast perfekte englische Woche. „Die Leidenszeit hat jetzt mal für eine Woche geruht“, freut sich Trainer Sascha Prüfer. „Das hat uns eine breite Brust gegeben und vor allem den Kopf freigemacht.“ So bleibt seinen Spieler dann auch mal die Leichtigkeit für einen Schwebezauber.

