Regionalliga Nordost: Greifswald kündigt Verstärkungen nach verpasstem Aufstieg an

Tabellenzweiter: Den Aufstieg in die 3. Liga hat der Greifswalder FC (hier beim 2:5 gegen VSG Altglienicke) verpasst. Dennoch hat der Vereine eine starke Saison in der Regionalliga Nordost gespielt und will erneut oben angreifen.
Matthias KochZehn Spiele an der Tabellenspitze der Regionalliga Nordost, die ersten 21 Ligaspiele ungeschlagen: Der Greifswalder FC hat eine starke Saison gespielt – zum Aufstieg hat es am Ende trotzdem nicht gereicht. Hinter Energie Cottbus ist der GFC auf Platz 2 gelandet, Trainer Lars Fuchs gibt aber bereits ein Versprechen für die kommende Saison.
„Wir greifen 100 Prozent wieder an, der Kern bleibt zusammen, wir werden uns trotzdem nochmal verstärken“, sagte Fuchs im MDR nach dem letzten Saisonspiel gegen den ZFC Meuselwitz (4:1). Mit Soufian Benyamina hatte der Verein schon vor der Partie eine wichtige Vertragsverlängerung bis 2026 bekannt gegeben. „Hier entsteht was“, erklärte der Coach. Vielleicht wäre der Aufstieg diese Saison ja vielleicht schon ein Jahr zu früh gekommen, gab sich Fuchs nachdenklich. „Ich sage immer: Es kommt so, wie es kommen soll.“
Greifswald gratuliert Cottbus – und der FCE den Greifswaldern
Trauer über die verpasste Aufstiegschance war natürlich dennoch da. „Wir haben uns trotzdem emotionalisiert für das Spiel“, sagte Fuchs. Die Ausgangslage vor dem letzten Spieltag war für die Norddeutschen schlecht gewesen: Nur eine Cottbuser Niederlage hätte dem GFC überhaupt noch eine Aufstiegschance gelassen. „Letzte Saison wären wir fast abgestiegen“, erinnerte sich der Trainer. „Jetzt haben wir nur vier Spiele verloren.“ Der verpasste Aufstieg tue ihm vor allem für die erfahrenen Spieler leid, „es wäre cool gewesen, nochmal 3. Liga zu spielen.“
Für Energie Cottbus gab es sportliche Glückwünsche: „Geile Saison, nach den letzten Jahren haben sie sich eine Liga höher verdient“, sagte Fuchs. Umgekehrt gab es aus Cottbus tröstende Worte für Greifswald: „Man muss auch Glückwunsch nach Greifswald sagen“, erzählte FCE-Kapitän Axel Borgmann im LR-Interview. „Die haben eine brutale Saison gespielt, da gebührt auch Respekt.“
Greifswald bekommt Fördergelder von Land und Stadt
Eine letzte Chance, um die Spielzeit mit einem Titel zu krönen, bleibt den Greifswaldern am Samstag (25. Mai, 13:45 Uhr). Im Landespokal-Finale trifft die Mannschaft auf Oberligist TSG Neustrelitz. „Wir werden nächste Woche den Landespokal ernst nehmen“, versprach Fuchs.
Die Finanzen zur Weiterentwicklung des Vereins für die kommende Saison sind bereits gesichert: Vom Innenministerium aus Mecklenburg-Vorpommern gibt es 500.000 Euro Förderung für den Bau einer geeigneten Flutlichtanlage, von der Stadt Greifswald weitere 250.000. Das Volksstadion soll profitauglich werden, seit längerer Zeit ist aber auch der Bau eines komplett neuen Stadions im Gespräch.

