Regionalliga Nordost: Aktionstag bei Chemie Leipzig gegen Energie Cottbus – Psyche im Fokus

Zusammenhalt: Mit einem Aktionsspieltag will Chemie Leipzig bei der Partie gegen Energie Cottbus für das Thema psychische Erkrankungen sensibilisieren.
Jan Woitas/dpaMit der Verlegung des Regionalliga-Spiels zwischen Chemie Leipzig und Energie Cottbus fiel Anfang Februar auch der geplante Aktionsspieltag der Sachsen zum Thema psychische Erkrankungen weg. Dieser findet stattdessen mit dem Nachholspiel gegen den FCE am Mittwochabend (27. März, 19 Uhr/LR-Liveticker) statt.
„Das Fußballstadion ist ein Ort für Freudentaumel, Ausgelassenheit und Teamgeist“, schreibt der Verein auf seiner Homepage anlässlich des Aktionsspieltages. „Doch hinter den schönen Bildern finden wir auch Menschen mit Problemen, in schweren Lebensphasen oder mit einschränkenden Erkrankungen.“
Gemeinnützige Vereine und Robert-Enke-Stiftung informieren
Während beispielsweise ein gebrochenes Bein von niemandem in Zweifel gezogen werde, sei das bei psychischen Problemen anders. „Psychische Erkrankungen sind nicht sichtbar und häufig mit Stigmatisierung verbunden. Nicht zuletzt, weil diese sowohl für Betroffene als auch Angehörige und den Freundeskreis schwer greifbar und zu verstehen sind“, schreibt der Verein. Entsprechend wolle man aufklären, Stigmatisierung abbauen und für mehr gesellschaftliche Akzeptanz sorgen.
Darum werden beim Spiel gegen Energie Cottbus rund um das Stadion Infostände verschiedener wohltätiger Vereine aufgebaut sein, die aufklären und eine Anlaufstelle für Betroffene psychischer Erkrankungen und deren Angehörige sind. Beim Aktionsspieltag vor Ort sind: WEGE e.V., Durchblick e.V., die gemeindenahe Psychiatrie Leipzig e.V. und die Robert-Enke-Stiftung. „Nutzt die Möglichkeit und lasst uns gemeinsam nach links und rechts schauen“, fordert Chemie Leipzig. Zusammenhalt zeige sich nicht nur im gemeinsamen Jubel nach Toren, „sondern auch in schweren Zeiten durch Solidarität, Aufmerksamkeit, Hilfe und Freundschaft.“
Ergänzt wird der Aktionsspieltag durch eine weitere Veranstaltung am 1. Juni 2024. Dann ist die Robert-Enke-Stiftung mit ihrem VR-Projekt „Impression Depression“ in Leipzig beim WEGE e.V. zu Gast. Durch die virtuelle Realität soll vermittelt werden, wie sich typische Symptome einer depressiven Erkrankung anfühlen. Ziel sei die Sensibilisierung und Schaffung von Verständnis für Erkrankte, heißt es. Interessierte können sich direkt online, per E-Mail an anke.philipp@wege-ev.de oder unter Telefon 0341 9128317 anmelden.

