Claus-Dieter Wollitz (Trainer Energie): „Maßlos enttäuscht ist untertrieben. Für den Abstiegskampf in der 3. Liga reicht es nicht aus, wie wir in der zweiten Halbzeit gespielt haben. Der Schiedsrichter hat aus meiner Sicht eine sehr, sehr gute Leistung gebracht. Doch es sind zwei Fehler entstanden, in der ersten Halbzeit war der Ball hinter der Linie. Damit ist das Spiel gekippt, damit ist Unruhe aufgekommen. Der Schiri weiß dann selbst, dass er in dieser Szene niemals auf Elfmeter entscheiden kann. Aber wir sind selber, selber, selber schuld. Es hat in allen Bereichen gefehlt, Körpersprache, Laufbereitschaft, Zweikampfwerte.“

Lukas Kwasniok (Trainer Jena): „In den ersten zehn Minuten hatte Probleme, doch nach dem 1:1 kippt das Spiel komplett. Da hatten wir Zugriffsprobleme. Mit der Aktion von Starke haben wir, das vermeintliche 2:1 – ich fand imposant, wie meine Mannschaft drangeblieben ist. So gehst du trotz allem mit einem guten Gefühl in die Halbzeitpause. Wir haben dann umgestellt und uns in der zweiten Halbzeit mit einem mehr als schmeichelhaften Elfmeter das Glück erkämpft.“

Kevin Weidlich (Energie): „Wir haben heute kein gutes Spiel gezeigt und verdient verloren. Wir waren viel zu behäbig. Der Gegner hatte viel mehr Druck, aber wir haben nicht unser Spiel aufziehen können. Wir sind nicht gut aus der Halbzeit gekommen, jeder hat gemerkt, dass da irgendetwas fehlt. Wir haben einen Matchball vergeben.“

Tim Kruse (Energie): „Wir haben Jena wieder ein bisschen Leben eingehaucht. Wir haben ihnen ein Erfolgserlebnis gegönnt, was nicht sein musste. Heute hat vieles gefehlt. Gerade in der zweiten Halbzeit waren wir immer einen Schritt zu spät. Wir waren immer unterlegen, ob bei den Zweikämpfen oder bei den zweiten Bällen. Da kommt dann dieses Ergebnis leider zustande. An dem Elfmeter hat es heute nicht gelegen.“

Dimitar Rangelov (Energie): „Wenn wir nicht auf 100 Prozent sind, bekommen wir Schwierigkeiten. Wir waren nicht auf unserem Niveau, dann passiert so etwas. Wir haben große Schwierigkeiten gegen solche Mannschaften, die fast gar keinen Fußball spielen. Die spielen mit langen Bällen, alles andere ist Zufall. Das macht es schwer, die Laufwege zu erkennen. Wir wussten nicht genau, was wir in der Defensive machen müssen und in der Offensive hatten wir auch Schwierigkeiten.“

René Eckardt (Jena): „Wir haben den Glauben, Hoffnung holt man sich mit solchen Siegen zurück. Unsere Fans mussten sehr lange auf unseren ersten Sieg in diesem Jahr warten. Wir wussten, dass Energie mit Emotionen und Kampf versuchen wird, ins Spiel zu kommen. Aber wir haben das sehr gut angenommen. Nach dem Ausgleich haben wir etwas den Faden verloren. Doch vor der Halbzeit hatten wir noch ein paar gute Aktionen und waren nach der Pause klar bestimmend und haben ganz verdient gewonnen.“