
Vasile Miriuta: Miriutas Blick auf das Profil
Der Trainer: Mit Vasile Miriuta sitzt seit dieser Saison ein echtes Cottbuser Fußballidol auf der Bank der Regionalliga–Elf. Bei den Spielern genießt der Ex–Profi einen ungeheuren Respekt, Miriuta bringt seine Qualitäten als Spielgestalter und Regisseur nun in die Trainingsarbeit mit ein. Mit dem Cottbuser Sebastian Abt — der 29–Jährige ist seit 23 Jahren im Verein — hat Miriuta einen loyalen zweiten Mann an seiner Seite. Für den Rumänen ist dies die erste Trainerstation im Männerbereich.
Das Konzept: Beim FCE wurde umgedacht. Angeschoben vom sportlichen Leiter Stephan Hildebrandt wurde der Stellenwert der U 23 zugunsten der U 19 etwas verringert. In Cottbus folgt man der branchengemeinen Annahme, dass die Spieler schon im A–Jugend–Alter den Sprung in den Männerbereich schaffen können und auch sollen. Leuchtendes Vorbild dafür ist in diesen Tagen Leonardo Bittencourt, der bisher eine starke Zweitliga–Saison spielt. Die U 23 indes ist eine Art Auffangbecken für die Jungs, die den Sprung nicht gleich geschafft haben. Außerdem soll sie weiterhin dafür dienen, dass sich Profis aus dem Wollitz–Kader in der Regionalliga Spielpraxis verschaffen können.
Der Kader: Nicht nur der Trainer ist neu, auch der Großteil der Mannschaft hat noch nicht in der Regionalliga gespielt. Gemäß dem neuen Konzept werden keine externen Neuzugänge mehr geholt — elf Spieler aus dem eigenen Nachwuchs rücken nach oben. Deshalb tritt die U 23 als extrem junge Mannschaft an. Hauptaugenmerk liegt auf der Ausbildung der Spieler. Vereinsintern wurden Spielerprofile für jede Position entwickelt. Das hat Miriuta jederzeit im Blick, um seinen Schützlingen den Sprung zu den Profis so leicht wie möglich zu machen. Er sagt: „Ich wünsche mir, das einer von ihnen in der. 2 Bundesliga aufläuft.“
Die Schlüsselspieler: Wie bei den Profis gibt es eine entscheidende Achse. Das Rückgrat der Elf besteht aus Torhüter Julien Latendresse, Verteidiger Christian Bubalovic, Kapitän Kai Hempel sowie Angreifer Martin Kobylanski. Letzterer ist zwar gerade erst dem B–Jugend–Alter entwachsen. Doch intern wird er als Spieler gesehen, der aufgrund seiner Torgefährlichkeit durchaus den Unterschied ausmachen könnte. Mit den Verteidigern Markus Lemke und Severin Mihm sowie Stürmer Andy Hebler gelten drei weitere Spieler mit Regionalliga–Erfahrung als Stützen des Teams. Auch auf Verteidiger David Urban hält Miriuta große Stücke. Außerdem ist davon auszugehen, dass immer wieder Profis zum Einsatz kommen.
Die Konkurrenz: An RB Leipzig kommt man natürlich nicht vorbei — die finanzstarken Sachsen mit den Ex–Cottbusern Daniel Frahn, Timo Rost, Marcus Hoffmann und Paul Schinke sind klarer Favorit. Dass man allerdings auch Holstein Kiel auf der Rechnung haben sollte, wissen die Cottbuser spätestens seit der Niederlage der FCE–Profis in der ersten Runde des DFB–Pokals. Ansonsten dürften noch Lübeck, Wolfsburg II und Magdeburg mit dem ehemaligen U–23–Coach Detlef Ullrich als Sportdirektor die Anwärter auf den Drittliga–Aufstieg sein.
Der Klassenerhalt: Für Energies Reserve ist die 3. Liga indes kein Thema. Allerdings können sich die Cottbuser schon vor Saisonbeginn über den Klassenerhalt freuen. Denn ab der Spielzeit 2012/13 entfällt die dreigeteilte Regionalliga als bisherige vierte Spielklassenebene. Als Unterbau zur 3. Liga werden dann fünf regionale Ligen gebildet. Deswegen steigt in diesem Jahr kein Team aus der Regionalliga Nord ab.
Die Zielstellung: Trainer Miriuta hat große Ziele: „Ich weiß, dass es schwer wird, aber Platz vier oder fünf sind mein Ziel. Ich wollte schon als Spieler immer viel erreichen, genauso ist es jetzt als Trainer. Die Mannschaft ist hochmotiviert, wir freuen uns, dass es am Sonntag endlich losgeht.“
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