Dynamo Dresden
: SGD stolpert beim Chemnitzer FC – harte Kritik von Kutschke

Titelverteidiger Dynamo Dresden fliegt in der 3. Runde aus dem sächsischen Landespokal. Der Drittligist verliert beim Chemnitzer FC in der Verlängerung.
Von
Frank Noack
Chemnitz
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Dynamo Dresden fliegt aus dem Landespokal: In dieser Szene kommt Claudio Kammerknecht (links) zu spät gegen Seo Jongmin.

Dynamo Dresden fliegt aus dem Landespokal: In dieser Szene kommt Claudio Kammerknecht (links) zu spät gegen Seo Jongmin.

Imago/Härtelpress

Der Titelverteidiger ist raus und muss den nächsten Rückschlag verkraften. Drittligist SG Dynamo Dresden verliert in der 3. Runde des sächsischen Fußball-Landespokals beim Chemnitzer FC 1:3 (1:1, 1:1) nach Verlängerung. Die Gäste bieten über weite Strecken eine enttäuschende Leistung.

„Die Art und Weise, wie wir dieses Spiel von der Körpersprache her verloren haben, ist katastrophal. Nach dem 1:2 haben wir unsere Struktur verloren. Man hat heute gesehen, was mit Wille und Mentalität möglich ist“, schimpfte Dynamo-Kapitän Stefan Kutschke im MDR und zollte gleichzeitig dem Regionalligisten aus Chemnitz ein Lob. „Sachsenpokal vor 10.000 Zuschauern in Chemnitz: Wenn man dann noch Spieler motivieren muss, tut es mir leid. Wir haben in den Zweikämpfen nicht richtig durchgezogen.“

Aljaz Casar schoss Dynamo Dresden nach 20 Minuten zwar in Führung. Aber Chemnitz kam ebenfalls noch in der ersten Halbzeit zum 1:1-Ausgleich durch Niclas Erlbeck (31.). In der Verlängerung sorgten Roman Eppendorfer (103.) und Luis Fischer (114.) für den Sieg der Gastgeber vor 10.429 Zuschauern im Stadion an der Gellertstraße.

„Unglaublich. Mein erstes Pflichtspieltor für den CFC – und dann noch vor der Kurve in so einem Spiel gegen einen Drittligisten. Dafür lebt man als Fußballer. Jetzt ist Ekstase pur“, freute sich Torschütze Luis Fischer. Und CFC-Trainer Benjamin Duda betonte: „Ich bin unfassbar stolz. Wir haben heute wenig Glück und Torwartparaden gebraucht. Wir haben ein geiles Pressing gespielt und den Gegner immer wieder vor Probleme gestellt.“ Der Chemnitzer Gegner für das Achtelfinale wird am Dienstag (16) Uhr ausgelost.

Schockmoment bei Dynamo Dresden

Für einen Schockmoment sorgte der Zusammenprall von Dresdens Tony Menzel mit seinem Teamkollegen Casar, der infolgedessen zu Boden ging. Der Torschütze musste stark blutend und mit Verdacht auf Nasenbeinbruch ausgewechselt werden. Stammkeeper Tim Schreiber, Niklas Hauptmann und Vinko Sapina standen gar nicht erst im Kader. Für Dynamo Dresden ist es nach dem 1:2 bei Borussia Dortmund II in der 3. Liga die zweite Pflichtspiel-Niederlage in Folge.

Das ernüchterte Fazit von Thomas Stamm: „Wir sind sehr gut aus der Halbzeitpause gekommen. Aber wir hätten in dieser Phase effizienter sein müssen. Wir haben uns zu wenig klare Chancen erspielt. Hinten raus war es kein gutes Spiel von uns. Wir haben zwei Standards nicht gut verteidigt. Dann reicht es auch gegen einen Regionalligisten nicht.“

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