• Energie Cottbus steht erstmals seit 2019 wieder im DFB-Pokal. Der FCE gewinnt das Finale im Landespokal gegen den VfB Krieschow mit 2:0 (0:0).
  • Die Entscheidung fällt erst spät im umkämpfte Duell der Ortsnachbarn.
  • In der Halbzeitpause ehrt der Fußball-Landesverband Brandenburg (FLB) verdienstvolle Trainer.

So ist die Lage nach dem Finale VfB Krieschow gegen Energie Cottbus

Es war der umjubelte Schuss ins Glück und damit zum Gewinn des Brandenburger Fußball-Landespokals für den FC Energie Cottbus. Tobias Hasse stellte mit seinem Knaller in der 76. Minute die Weichen auf Sieg für den Favoriten im Finalduell mit dem tapferen Außenseiter VfB Krieschow. In der umkämpften Partie vor 2832 Zuschauer in Luckenwalde setzte sich der FCE mit 2:0 (0:0).
Für Energie Cottbus ist es der zehnte Gewinn des Landespokals. Die Lausitzer ziehen durch diesen Triumph mit dem bisherigen Rekordsieger SV Babelsberg gleich. Zuletzt hatte sich der FCE im Jahr 2019 den Pott gesichert. Der VfB Krieschow stand zum ersten Mal im Landespokal-Endspiel. VfB-Trainer Toni Lempke hatte im Vorfeld vom „größten Tag in der Vereinsgeschichte“ für das 500-Seelen-Dorf gesprochen.
Ausgelost werden die Paarungen der 1. Runde im DFB-Pokal bereits am Sonntag in einer Woche (29. Mai). Die Auslosung erfolgt ab 19.15 Uhr live in der ARD. Gespielt wird die 1. Runde am 29./30./31. Juli/1. August.

VfB Krieschow gegen Energie Cottbus – so fielen die Tore

0:1 Tobias Hasse (76.)
Aus dem Gewühl heraus zieht Hasse ab. Sein Schuss schlägt unhaltbar für Torhüter Pflug im Winkel ein.
0:2 Nikos Zografakis (90.+2)
Als Krieschow in der Nachspielzeit alles nach vorn wirft und auch Torhüter Pflug in den gegnerischen Strafraum beordert, trifft Zografakis per Konter ins leere Tore.

VfB Krieschow gegen Energie Cottbus – so gingen beide Teams ins Finale

Der VfB Krieschow konnte bis auf den verletzten Felix Geisler in Bestbesetzung antreten. Geisler muss wegen einer Knieverletzung seit März pausieren. Routinier Dimitar Rangelov hatte seine Magen-Darm-Grippe auskuriert und konnte gegen seinen Ex-Verein auflaufen.
Bei Energie Cottbus kehrte wie erwartet Jonas Hofmann in die Startelf zurück. Er war beim 4:1-Sieg im letzten Regionalliga-Spiel gegen Chemie Leipzig wegen der fünften Gelben Karte gesperrt.

VfB Krieschow gegen Energie Cottbus – so lief das Spiel

Die erste Torchance in diesem Finale ging zwar auf das Konto von Energie Cottbus. Bereits in der 5. Minute verfehlte Janik Mäder mit seinem Schuss nur knapp die Führung für den Favoriten. Danach kam aber auch der VfB Krieschow immer besser ins Spiel. Der Außenseiter kam vor allem mit Distanzschüssen zu mehreren guten Möglichkeiten. In der 17. Minute hatte FCE-Torhüter Toni Stahl große Probleme mit einem Flatterball von Jonas Zickert, der aus 30 Metern einfach mal abgezogen hatte. In der 35. Minute ging ein Freistoß von Dimitar Rangelov knapp den Pfosten.
Auf dem kleinen Rasen in Luckenwalde tat sich Energie Cottbus in der ersten Halbzeit schwer, klare Aktionen herauszuspielen. Der Pausenstand von 0:0 wurde vor allem im Fanblock des VfB Krieschow bejubelt.
Trainer Toni Lempke vom VfB Krieschow hatte bereits im Vorfeld des Endspiels vom "größten Tag in der Vereinsgeschichte" für das 500-Seelen-Dorf gesprochen.
Trainer Toni Lempke vom VfB Krieschow hatte bereits im Vorfeld des Endspiels vom „größten Tag in der Vereinsgeschichte“ für das 500-Seelen-Dorf gesprochen.
© Foto: Sebastian Räppold/Matthias Koch
Nach 60 Minuten war die Partie dann für den Krieschower Kapitän Andy Hebler beendet. Für Hebler kam Martin Zurawsky ins Spiel. Die Chancen auf beiden Seiten resultierten weiterhin aus Distanzschüssen. In der 66. Minute probierte es erneut Jonas Zickert für Krieschow. Kurz danach landete auf der anderen Seite ein Schuss von Maximilian Pronichev an der Latte (67.).
Das Tor durch den strammen Schuss von Tobias Hasse in der 76. Minute brachte Energie Cottbus dann auf die Siegerstraße. Krieschow hatte in der 81. Minute Pech, als ein Kopfball von Leo Felgenträger an den Außenpfosten ging.
In der Schlussphase wurde es dann ruppig in den Zweikämpfen und auch hitzig in den verbalen Schlagabtauschen. Unter anderem gerieten FCE-Trainer Claus-Dieter Wollitz und Dimitar Rangelov aneinander. Nach dem Schlusspfiff musste dann die Polizei aufmarschieren, um die auf den Rasen stürmenden Fans aus beiden Lagern zu trennen und eine Eskalation zu verhindern.
Landespokal-Finale: VfB Krieschow gegen Energie Cottbus

Bilderalerie Landespokal-Finale: VfB Krieschow gegen Energie Cottbus

VfB Krieschow gegen Energie Cottbus – die Statistik

VfB Krieschow – Energie Cottbus 0:2 (0:0)
VfB Krieschow: Pflug - Gerstmann, Jeschke, Knechtel, Pahlow - Dahm (78. Pauling), Raak, Zickert, Felgenträger - Rangelov, Hebler (60. Zurawsky).
Energie Cottbus: Stahl – Hasse, Hildebrandt, Eisenhuth, Borgmann - - Kujovic, Hofmann, Pronichev - Mäder, Engelhardt, Zografakis.
Tore: 0:1 Hasse (76.), 0:2 Zografakis (90.+2); Schiedsrichter: Köppen (Rathenow); Zuschauer: 2832 (ausverkauft); Gelbe Karten: Dahm, Pflug/Eisenhuth, Pronichev.

VfB Krieschow gegen Energie Cottbus – der Liveticker zum Nachlesen

Die LR-Sportredaktion hat live vom Finale Energie Cottbus gegen Chemie Leipzig berichtet.

VfB Krieschow gegen Energie Cottbus – so geht es weiter

Für den VfB Krieschow ist die Saison 2021/22 in der Fußball-Oberliga Süd noch nicht beendet. Am nächsten Sonntag (29. Mai) trifft der VfB Krieschow auf den SV Arnstadt. Spielbeginn im Sportpark ist um 14 Uhr. Energie Cottbus geht jetzt in die Sommerpause.

Und sonst noch beim Finale VfB Krieschow gegen Energie Cottbus?

In der Halbzeitpause des Endspiels wurden durch den Fußball-Landesverband Brandenburg (FLB) verdienstvolle Trainer geehrt. Sie üben ihre Trainertätigkeit seit 20 Jahren aus, also seitdem es DFB-Stützpunkte im Land Brandenburg gibt: Uwe Langanke (Wiesenau), Michael Flottron (Brandenburg an der Havel), Ulrich Drasché (Löwenberg), Frank Dannehl (Perleberg), Mario Hellmich, Winfried Schrader (bei Eberswalde), Sigurd Hilliges, Dietmar Görtchen (beide Rehfelde) und Walter Kornmüller (Ludwigsfelde).

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