Eigentlich läuft es gut für den FC Energie Cottbus: das DFB-Pokalspiel gegen Bayern München, ein Match gegen Borussia Dortmund. Die neue Mannschaft fügt sich zusammen, die Cottbus durch die Saison 2019/2020 zurück in die 3. Liga bringen könnte.

Solche positiven Meldungen erfreuen die Fans. Dagegen kritisieren FCE-Anhänger, wie die LR zur Mitgliederversammlung vom 14. Juni 2019 kommentiert hat. Dort schlossen die Mitglieder rbb-Journalisten als Gäste aus.

Die LR-Reporter verließen deshalb ebenfalls das Stadion der Freundschaft. Wir meinen, dass die Zulassung von Berichterstattern nicht willkürlich teilbar ist – in genehme und unbeliebte Journalisten.

Fußball und Medien: Das journalistische Prinzip

Es geht ums Prinzip. Für uns ist Pressefreiheit im Beruf das höchste Gut. Dazu zählt, uneingeschränkt und kritisch berichten zu können. Wir zeigen uns solidarisch mit Kollegen, auch wenn uns das schwerfällt. Denn der FCE ist uns wichtig.

Ob der Verein nun für einen Skandal gesorgt hat? Darüber kann man geteilter Meinung sein. Jedenfalls ist das ein bisher einzigartiger Vorgang.

Auf Facebook habe ich das Abstimmungsverhalten der Mitglieder als „mehrheitlich dumpfbackig“ bezeichnet. Das war beleidigend. Die Wortwahl bedaure ich und möchte dafür um Entschuldigung bitten.

Energie Cottbus: Konflikt zwischen Verein, Fans und Journalisten

Der Konflikt bleibt, obwohl Energie, Fans und LR aus regionaler Verbundenheit auf den Fußball blicken: Wir Journalisten beharren auf beruflichen Werten. Der Verein kämpft für das Ansehen des Clubs und sieht sich ans Mitglieder-Votum gebunden. Mitglieder sehen sich im Recht und sind sauer.

Deshalb sollten wir reden: Im Juli 2019, kurz vor der neuen Saison 2019/2020, werden wir zum Dialog über Medien und Fußball einladen. Wir rechnen mit einer ernsthaften Diskussion – aus der etwas Positives werden kann.

Schreiben Sie Ihre Meinung als Leserbrief

Was ist Ihre Meinung zu diesem Thema? Senden Sie Ihre zur Veröffentlichung auf LR Online und in der Lausitzer Rundschau gedachte Meinungsäußerung an leserbriefe@lr-online.de. Bitte geben Sie dabei Vor- und Nachnamen sowie Wohnanschrift an.

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