Koch aus Köpenick, die Eisern-Kolumne
: „Kleiner Junge“ vor großer Union-Zukunft?

Matze Koch beleuchtet in der Kolumne „Koch aus Köpenick“ die noch junge Karriere von Linus Güther, der in Heidenheim erstmals in den Bundesliga-Kader rutschen könnte.
Von
Matthias Koch
Berlin
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Matze Koch schreibt über den 1. FC Union Berlin - in seiner Kolumne verrät er, was den Verein aus der Fußball-Bundesliga wirklich bewegt.

Matze Koch schreibt über den 1. FC Union Berlin - in seiner Kolumne verrät er, was den Verein aus der Fußball-Bundesliga wirklich bewegt.

Matthias Koch
  • Union-Talent Linus Güther trainiert seit zwei Wochen bei den Profis und ist 16 Jahre alt.
  • Er könnte am Sonnabend beim 1. FC Heidenheim offiziell in der Bundesliga debütieren.
  • Trainer Steffen Baumgart lobt Technik und Reife, mahnt aber Bodenständigkeit an.
  • Fans und Medien schauen hin – Adidas schickte wegen Güther einen Fotografen.
  • Robert Huth verfolgte Unions Heimspiel gegen St. Pauli mit Schal auf der Tribüne.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Beim Heimspiel des 1. FC Union gegen den FC St. Pauli (1:1) saß Robert Huth auf der Tribüne. Der gebürtige Ost-Berliner (19 Länderspiele) ist der einzige deutsche Nationalspieler, der seit Gründung der Bundesliga nie dort auflief.

Nun schaute sich der frühere Verteidiger und WM-Teilnehmer von 2006 zumindest ein Bundesligaspiel an – mit Union-Schal. Bei den Eisernen spielte Huth zwischen 1998 und 2000 im Nachwuchs.

Es war nach Fortuna Biesdorf (1992 bis 1998) seine einzige Station in Deutschland. Mit Chelsea London wurde Huth 2005 und 2006 englischer Meister, 2016 noch einmal sensationell mit Leicester City.

Union-Talent Linus Güther trainiert bei den Profis mit

Huth ist mit 322 Einsätzen der Deutsche mit den meisten Begegnungen in der Premier League. Huth lief zwischen 2002 und 2019 für Chelsea, den FC Middlesbrough, Stoke City und Leicester auf. Huth ging im Alter von 16 Jahren auf die Insel. An diesem Mittwoch (8. April 2026) erreichte mit Linus Güther ein Offensivtalent der Köpenicker diese Altersgrenze. Güther kam 2025 aus dem Nachwuchs von Energie Cottbus.

Er könnte noch in der U17 auflaufen. Er spielte als 15-Jähriger aber zuletzt bereits in der U19 mit. Seit zwei Wochen trainiert er bei den Profis mit. „Er ist noch ein kleiner Junge, der viel Spaß am Fußball besitzt“, sagte Trainer Steffen Baumgart. „Er hat sich sehr schnell viel Respekt erarbeitet, weil er Fußball spielen kann. Wenn er gesund und klar bleibt, hat er eine große Karriere vor sich.“

Güther traut sich im Training bei den Profis Dribblings zu. Er schießt dort wie selbstverständlich Tore. Er scheint in kürzester Zeit angekommen zu sein. Er albert mit Stürmer Livan Burcu herum. Er traut sich, dem 39 Jahre alten Kapitän Christopher Trimmel im Vorbeilaufen einen Stupser mitzugeben. Verteidiger Derrick Köhn holt den Schüler im Internat ab, wenn es zum Training geht.

1. FC Union Training 2025/26: Fußball, Herren, Saison 2025/2026, 1. Bundesliga, 1. FC Union Berlin auf Trainingsplatz II, v. l. Linus Güther (1. FC Union), Trainer Steffen Baumgart (1. FC Union Berlin), 01.04. 2026, Foto: Matthias Koch

Union-Trainer Steffen Baumgart widmet sich seinem talentierten Nachwuchsspieler Linus Güther. Dieser könnte gegen den 1. FC Heidenheim in der Bundesliga sein Debüt geben.

Matthias Koch

Über 300 Fans kamen am Dienstag zur öffentlichen Einheit. Etliche von ihnen rufen bereits nach Linus. Ausrüster Adidas, mit dem Güther einen eigenen Vertrag hat, schickte wegen des Newcomers einen Fotografen. Bisweilen arbeitet Güther privat mit einem Spezialtrainer.

Linus Güther könnte gegen den 1. FC Heidenheim debütieren

Die Medien haben Güther im Blick. Auf ihn soll auch schon der FC Bayern München ein Auge geworfen haben. Doch den Jung-Nationalspieler (aktuell U16) zog es nach Köpenick.

Am Sonnabend (15.30 Uhr) könnte er als nun 16-Jähriger in der Partie beim 1. FC Heidenheim offiziell in der Bundesliga debütieren. Leichter wäre dies zum Saisonende hin, wenn Union sich vorzeitig aller Abstiegssorgen entledigt hätte.

Eins ist klar. Güther muss auf dem Boden bleiben. Die Perspektive ist, dass er im Sommer die gesamte Vorbereitung bei den Profis mitmacht. Dann muss er für die Karriere auch nicht wie Robert Huth schon mit 16 Jahren Union verlassen.

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