Jena gegen Cottbus: Trauriger Zuschauer Prokopenko – „Mir geht es bescheiden“

Alexander Prokopenko ist im Winter vom FC Energie Cottbus zu Carl Zeiss Jena gewechselt. Beim Regionalliga-Klassiker zwischen beiden Teams musste er zuschauen.
Jan LehmannEr war der traurigste Zuschauer beim Regionalliga-Klassiker zwischen dem FC Carl Zeiss Jena und Energie Cottbus. Nach dem 1:1 am Freitagabend vor 7833 Zuschauern in der Ad-hoc-Arena im Ernst-Abbe-Sportfeld sagte Carl-Zeiss-Profi Alexander Prokopenko: „Mir geht es bescheiden.“
Der 22-Jährige fehlte wegen eines Adduktorenanrisses. Diese Verletzung hatte er sich direkt nach dem Last-Minute-Transfer aus Cottbus nach Jena im Februar zugezogen – beim Warmmachen vor dem ersten Spiel für seinen neuen, alten Verein. Nach nur einem halben Jahr in Cottbus war Prokopenko, der vom SC Freiburg II in die Lausitz gekommen war, wieder zurück nach Jena gegangen. Dort hatte er bereits von 2017 im Nachwuchs bis 2022 in der ersten Mannschaft gespielt.
„Gerade, dass ich dieses Spiel nicht spielen durfte – da war ich doch schon ein bisschen angefressen. Das ist ein Riesenspiel, bei dem ich sehr gern auf dem Platz gestanden hätte“, so Prokopenko. Er ist gerade erst ins Training auf den Rasen zurückgekehrt und berichtet: „Ich versuche, mich ranzutasten. Bei dieser Verletzung muss man vorsichtig sein.“
Blitzwechsel aus Cottbus nach Jena
Seinen Blitzwechsel von Cottbus zurück nach Jena sieht er entspannt. Prokopenko war dabei Teil eines Transferpokers, in dem der FC Energie unbedingt Maximilian Krauß aus Jena loseisen wollte. Dafür benötigten die Thüringer allerdings einen Ersatz auf der Außenbahn. Das sollte dann Prokopenko sein.
Der Offensivspieler, der sich nach der Partie lange angeregt mit Tim Heike unterhielt, sagte rückblickend über den Wechsel: „Das ist ein ganz normaler Prozess im Fußball. Wir sind mit Cottbus im Guten auseinandergegangen. Ich mag noch alle Jungs in Cottbus und verstehe mich noch gut mit dem Trainer und dem Staff.“
Im Titeldreikampf zwischen Greifswalder FC, BFC Dynamo und Energie Cottbus drückt er seine Ex-Kollegen in Cottbus die Daumen. Für sich selbst hofft Prokopenko im Jenaer Paradies auf bessere Zeiten: „Ich hoffe, dass ich auch mit diesem schweren Start eine angenehme und erfolgreiche Zeit in Jena haben werde.“ Konkrete Ziele setzt er sich dabei nicht: „Ich will jedes Spiel gewinnen“ sagt Prokopenko und fügt an: „Wir haben die Qualität. Ich weiß noch nicht genau, wie es nächstes Jahr aussieht. Es haben nicht mehr allzu viele aktuelle Stammspieler einen Vertrag. Aber ich bin guter Dinge.“

