An diesem Dienstag kehrt Tobias Eisenhuth zum FC Energie Cottbus zurück – vorerst. Denn der 18-jährige Mittelfeldspieler könnte zum nächsten Export-Schlager für den FCE werden, der dem chronisch klammen Verein eine sechsstellige Summe in die Kassen spült.

Eisenhuth weilte in den vergangenen Tagen beim U19-Perspektivlehrgang des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) in Krefeld. Und pünktlich zu dieser Nominierung kursiert im Internet eine Meldung, wonach mehrere Vereine aus dem In- und Ausland das Talent auf dem Zettel haben. „Es stimmt, es gibt von mehreren Vereinen Interesse an Tobias Eisenhuth. Mit diesen Vereinen stehen wir in Kontakt“, sagt Energie-Trainer Claus-Dieter ­Wollitz.

Bereits im Winter könnte der Verkauf von Eisenhuth ein ­Thema werden, auch wenn der Mittelfeldspieler erst kürzlich in Cottbus mit einem langfristigen Vertrag ausgestattet worden ist.

Das Internetportal Liga-Drei.de hatte berichtet, dass Drittligist ­Hallescher FC das Talent beobachtet hat. Aber auch Zweitligist Kiel und Bundesliga-Aufsteiger SC Paderborn verfolgen dem Vernehmen nach den Weg von Tobias Eisenhuth sehr aufmerksam. Sogar Wolverhampton Wanderers aus der eng­lischen Premier League ist angeblich interessiert.

Star-Berater an Bord

Eisenhuth wird übrigens von der Spielerberater-Agentur Gestifute­
betreut. Sie gehört Star-Berater ­Jorge Mendes aus Portugal, der unter ­anderem auch die Interessen von Cristiano Ronaldo vertritt.

Ganz so weit wie Ronaldo ist ­Tobias Eisenhuth in seinem ersten Profi-Jahr natürlich noch nicht.  2015 wechselte er im Rahmen der Kooperation zwischen dem 1. FC Frankfurt/Oder und dem FC Energie in das Nachwuchsleitungszentrum des Lausitzer Vereins. Hier gehörte er erst in den B-Junioren und dann in den A-Junioren zu den Leistungsträgern.

In der laufenden Regionalliga-Saison kommt der Youngster auf zehn Einsätze. Auch im DFB-Pokal gegen Bayern München machte er auf sich aufmerksam und gehört zu den Gewinnern des Neuaufbaus nach dem Abstieg aus der 3. Liga. Mit seinen strategischen Fähigkeiten ist Eisenhuth bei der Spieleröffnung schon jetzt sehr wichtig für das Team.

„Tobias Eisenhuth hat die Situation genutzt. Er hat das rausge­hauen, was man als junger Spieler raushauen muss: Leidenschaft, Mut und Unbekümmertheit. Aber er muss natürlich noch viel lernen“, sagt Trainer Wollitz. Zuletzt musste der Youngster allerdings auch Kritik einstecken. Weil Eisenhuth ein wenig die Kraft auszugehen schien, leistete er sich das eine oder andere Foul zu viel und brachte die Mannschaft damit in Verlegenheit.

Trotzdem ist das Talent auf dem besten Weg in den Profifußball. Der Hallesche FC hat sein Interesse an Eisenhuth und auch eine Spielbeobachtung inzwischen bestätigt. Trainer Torsten Ziegner sagte gegenüber „Bild Halle“: „Er ist natürlich ein interessanter Spieler. Und es bleibt abzuwarten, wie sich ein junger Spieler als Stammspieler in der Regionalliga entwickelt.“ Der HFC habe aber weder mit dem Spieler noch mit dem Verein Kontakt aufgenommen.

Ausstiegsklausel im Vertrag

Wie gesagt: Energie Cottbus hat Tobias Eisenhuth erst kürzlich mit einem langfristigen Kontrakt ausgestattet. An seinem 18. Geburtstag unterschrieb der Mittelfeldspieler bis 2023. Nach RUNDSCHAU-­Informationen enthält dieser Vertrag eine markt­übliche Ausstiegsklausel. Beim ­Internetportal transfermarkt.de ist Eisenhuth mit einem Marktwert von 100 000 Euro gelistet. Die Ausstiegsklausel dürfte jedoch deutlich darüber liegen. Zur Erinnerung: Anfang August verkaufte Energie Cottbus den 19-jährigen Innenverteidiger Leon Schneider für 225 000 Euro zum 1. FC Köln.

Wie geht es also weiter? Intern wird bei Energie derzeit ein ­Szenario diskutiert, wonach Tobias Eisenhuth im Winter zwar verkauft, aber auf Leihbasis zunächst weiter hier in Cottbus spielen und reifen könnte. In diesem Fall wäre es wohl ein gutes Geschäft für alle Beteiligten.

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

🕺🏼 #kostet 📸 @volker704

Ein Beitrag geteilt von Tobi (@tobiaseisenhuth) am

Kommt neuer Spieler noch in dieser Woche? Energie Cottbus will jetzt Verstärkung holen

Cottbus