
Klasen: Heiko Klasen freut sich auf seinen ersten Auftritt am Sonntag
Von 1997 bis 2006 hat der 40 Jahre alte Berliner für den Ostdeutschen Rundfunk Brandenburg (ORB) sowie dessen Nachfolger Rundfunk Berlin–Brandenburg (RBB) gearbeitet. Ab 2002 betreute er den FCE für den Sender und erlebte in dieser Zeit denkwürdige Spiele mit. 2006 nach der Fußball–Weltmeisterschaft wechselte Klasen dann zum ZDF, wo er jetzt für den Sport im Morgenmagazin tätig ist. Geblieben ist seine Verbundenheit mit dem Lausitzer Fußball. Er ist beispielsweise am Beginn der Energie– Hymne „Fußball ist hier“ zu hören und schnitt auch das Video für diesen Song.
Darüber hinaus entwarf er damals die Idee, eine „Miss Energie“ zu küren und inszenierte daraufhin die erste Wahl. „Für mich ist es ein Traum, im Stadion der Freundschaft auf dem Rasen zu stehen. Und ich kann versprechen: meine Emotion ist echt“, erzählt Klasen. Erfahrungen als Sprecher von Sportveranstaltungen sammelte er bei seinen Engagements für den Deutschen Turnerbund und den Berliner Turnerbund. In der Saison 2008/09 war Heiko Klasen dann Hallensprecher der Bundesliga– Ringer in Luckenwalde.
Eine echte Herausforderung, wie der Berliner im Rückblick betont. „Die Ringer in Luckenwalde und ihre Fans sind eine verschworene Gemeinschaft. Als Berliner musste ich mir erst deren Vertrauen als Hallensprecher erkämpfen“, erzählt Klasen. Solche Startschwierigkeiten muss er im Stadion der Freundschaft nicht befürchten. Obwohl Vorgänger Ronny Gersch dank seiner emotionalen Moderation Kultstatus bei den Fans genoss, wird Klasen mit offenen Armen empfangen. In den Internetforen des Vereins bekommt er viel Zuspruch vor seiner Premiere gegen Paderborn. Klasen weiß natürlich um die großen Fußstapfen seines Vorgängers.
„Ronny hat eine gute Stimmung im Stadion gemacht. Aber vielleicht ist es nach so vielen Jahren auch mal angebracht, neue Akzente zu setzen“, sagt Klasen. Er will die bewährten Abläufe vor dem Anpfiff und auch in der Halbzeitpause jedoch nicht umwerfen, nach eigenen Angaben vorerst nur „punktuelle Änderungen“ vornehmen. Eine Änderung steht indes schon fest. „Eeeenergie–Fans, im Osten geht die Sonne auf, hier kommt das Licht, hier kommt die Energie, macht Euch bereit für den Fightclub, macht Euch bereit für den Stolz der Lausitz“ diesen legendären Spruch wird es nicht mehr im Stadion zu hören geben. „Dieser Spruch gehört zu Ronny Gersch, er hat ihn geprägt“, begründet Klasen den selbstauferlegten Verzicht.
Der neue Stadionsprecher will zwar andere Akzente setzen, aber behutsam. Nach dem Spiel gegen Paderborn wird er sich mit Vertretern der Fanclubs zusammensetzen, um sich ihre Wünsche und Anregungen anzuhören. Auch mit dem Team des Stadion–TV und mit dem neuen Vereinssprecher Lars Töffling will er über mögliche Änderungen diskutieren, die dann im Hinblick auf die nächste Saison realisiert werden sollen. „Mir ist es wichtig, mit den Zuschauern im Stadion eine Sprache zu sprechen.
Denn für sie machen wir ja diese Show“, beschreibt Klasen seine Maxime. Ist er aufgeregt vor seiner Premiere im Stadion der Freundschaft? „Nein“, wehrt Klasen selbstbewusst ab. „Ich weiß, dass ich mich auf mich verlassen kann. Ich möchte Begeistung und Emotionen rüberbringen. Dafür muss ich mich nicht verstellen.“ Sein größter Wunsch vor dem ersten Auftritt: „Ich freue mich riesig auf diese Aufgabe und hoffe, dass wir gemeinsam mit den Fans viel Spaß haben werden.“