Hansa Rostock – Dynamo Dresden: Verletzte nach Randale – Polizei identifiziert Täter

Randale bei Hansa Rostock und Dynamo Dresden: 1300 Beamte von Polizei und Bundespolizei waren beim Derby im Einsatz. Es gab schwere Ausschreitungen, das Spiel stand kurz vorm Abbruch.
Michael Schwartz/dpa- 51 Personen verletzt beim Derby Hansa Rostock vs. Dynamo Dresden; 13 Polizisten betroffen.
- Polizei identifizierte mehrere Täter; Zusammenarbeit mit FC Hansa Rostock.
- Taxi mit Dynamo-Fans vor dem Spiel angegriffen; Sachbeschädigung und Raub.
- Im Stadion: Eskalation mit Pyrotechnik, zerstörter Glasabtrennung und Einsatz von 1300 Polizisten.
- Spiel wurde kurzzeitig unterbrochen, dann fortgesetzt.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die Bilanz des Derbys zwischen Hansa Rostock und Dynamo Dresden ist traurig. In einer gemeinsamen Pressemitteilung der Bundespolizeiinspektion Rostock und der Polizeiinspektion Rostock wird von insgesamt 51 Verletzten nach der Randele bei Drittliga-Spiel am Samstag berichtet. Die Polizei verzeichnete demnach 13 verletzte Beamte. Weiterhin wurden fünf Stadion-Mitarbeiter in Verbindung mit einem Angriff auf den Catering-Bereich der Gästefans verletzt. Weitere 33 Stadionbesucher ließen sich durch Sanitäter im Stadion behandeln, heißt es.
Der FC Hansa Rostock erklärte in einer Stellungnahme: „Zur Aufklärung der Geschehnisse und dem genauen Hergang befindet sich der F.C. Hansa Rostock im Austausch mit den Sicherheitsbehörden und hat seine volle Kooperation zugesichert. Erste Personen konnten in Zusammenarbeit bereits identifiziert werden.“
Angriff auf ein Taxi mit Fans von Dynamo Dresden
Bereits im Vorfeld der Partie sind der Rostocker Polizei laut Mitteilung mehrere Straftaten in Form von Sachbeschädigungen, Nötigung im Straßenverkehr, Verstoß gegen das Sprengstoffgesetz sowie Verstoß gegen das Waffengesetz bekannt geworden. Drei Tatverdächtige seien identifiziert worden.
Die Anreise der 2.600 Gästefans vom Hauptbahnhof zum Ostseestadion verlief ohne weitestgehend ohne Vorkommnisse. Die Polizei vermeldete aber: Ein mit Fans der Gästemannschaft besetztes Taxi wurde im Bereich Kopernikusstraße von Heimanhängern angegriffen. Neben einer Sachbeschädigung leiteten die eingesetzten Kräfte ein Strafverfahren wegen Raubes von Fanutensilien ein.
Abtrennung zwischen den Blocks zerstört
Im Stadion eskalierte dann die Situation: Bereits vor dem Spiel flog eine Leuchtrakete aus dem Rostocker Block in Richtung Dynamo-Profis. Die Polizei berichtet: Bereits im Verlauf der ersten Halbzeit wirkten Einzelpersonen aus dem Gästebereich auf die Glasabtrennung zu den Heimfans ein. Zudem zündeten Fans des Heimteams mehrfach Pyrotechnik in Richtung der Gästefantribüne. Kurz vor Anpfiff der zweiten Spielhälfte wurde eine Scheibe der Abtrennung zerstört und der Versuch unternommen, in den Bereich der Heimfans zu gelangen.
Um gewalttätige Übergriffe zu verhindern, wurden in Zusammenarbeit zwischen Landes- und Bundespolizei unverzüglich Kräfte im betreffenden Bereich eingesetzt und die Situation unter Kontrolle gebracht. So konnte die für rund 30 Minuten unterbrochene Begegnung auch in Absprache mit der Polizei fortgesetzt und zu Ende geführt werden. Insgesamt sicherten rund 1.300 Beamtinnen und Beamte der Landespolizei Mecklenburg-Vorpommern sowie der Bundespolizei die Begegnung ab.

