Georg Koch ist tot
: Ehemaliger Torwart von Energie Cottbus erliegt Krebs

Der ehemalige Bundesliga-Keeper Georg Koch spielte auch für den FC Energie Cottbus. Nun ist er im Alter von 54 Jahren nach schwerer Krankheit gestorben.
Von
Brian Schmidt
Cottbus
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Georg Koch; Viktoria Koeln.Viktoria Koeln, 3. Bundesliga, Fussball, Portraettermin 2022/23, Portraet, Saison 2022/2023, 08.07.2022

Georg Koch ist tot. Der ehemalige Torwart von unter anderem Energie Cottbus, Fortuna Düsseldorf und dem 1. FC Kaiserslautern erlag seiner schweren Krankheit. Zuletzt hatte Koch im Fußball als Torwart-Trainer und Teammanager bei Viktoria Köln gearbeitet.

Eibner/Thomas Haesler
  • Ex-Bundesliga-Keeper Georg Koch starb mit 54 nach langer, schwerer Krankheit.
  • 2023 wurde Bauchspeicheldrüsenkrebs diagnostiziert; im Frühjahr 2024 ging er damit an die Öffentlichkeit.
  • Spielte u. a. für Energie Cottbus, Fortuna Düsseldorf, 1. FC Kaiserslautern; 213 Bundesliga- und 165 Zweitligaspiele.
  • Bei Cottbus 2003/04 im Kader, 26 Ligaspiele; bekanntes Wortgefecht mit Trainer Eduard Geyer 2004.
  • Später Torwarttrainer/Teammanager; 2024 Benefizspiel VfR Marienfeld vs. Fortuna für Kinderkrebshilfe.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Fußballwelt trauert um Georg Koch. Der frühere Torhüter starb am Mittwoch im Alter von 54 Jahren nach langer, schwerer Krankheit. Bereits 2023 war bei ihm Bauchspeicheldrüsenkrebs diagnostiziert worden. Im Frühjahr 2024 hatte er seine Erkrankung öffentlich gemacht – und damit große Anteilnahme ausgelöst.

Auch beim FC Energie Cottbus werden Erinnerungen wach. Koch gehörte in der Saison 2003/04 zum Kader der Lausitzer und brachte die Erfahrung von mehr als 200 Bundesligaspielen mit in die Mannschaft. In einer Phase, in der sich Energie in der zweiten deutschen Spielklasse behaupten wollte, war er eine prägende Figur im Torwartteam.

Als Koch nach Cottbus kam, hatte er bereits Stationen bei Fortuna Düsseldorf, Arminia Bielefeld und dem 1. FC Kaiserslautern hinter sich. Die Lausitzer profitierten von seiner Routine, seiner Präsenz im Strafraum und seiner klaren Ansprache.

Zeit bei Energie Cottbus mit Bundesliga-Erfahrung

Koch präsentierte sich damals als meinungsstarker Keeper. Legendär ist beispielsweise sein Wortgefecht mit Trainer Eduard Geyer nach der 1:2-Niederlage gegen Arminia Bielefeld am 8. April 2004. Hintergrund für den Streit: Energie war in diesem Spiel schon auf der Siegerstraße. Nach dem 1:0 durch Zsolt Löw (72.) kassierte der FCE aber noch zwei späte Gegentore, an denen Koch zumindest nicht schuldlos war.

Insgesamt absolvierte der Torhüter während seiner Karriere 213 Partien in der Bundesliga und 165 Spiele in der 2. Bundesliga. Auch im Ausland – etwa bei PSV Eindhoven, Dinamo Zagreb und Rapid Wien – sammelte er Erfahrung. In Cottbus galt er als verlässlicher Rückhalt und als Profi, der seine Mitspieler mitriss. Für den FCE stand er in 26 Ligaspielen zwischen den Pfosten.

Großer Respekt für Kochs offenen Umgang mit seiner Krankheit

Nach dem Ende seiner aktiven Laufbahn blieb Koch dem Fußball treu, arbeitete unter anderem als Torwarttrainer und Teammanager.

Besonders bewegend war sein offener Umgang mit der eigenen Krankheit. Trotz einer zunächst düsteren Prognose kämpfte er fast drei Jahre gegen den Krebs. Noch im Herbst 2024 organisierte er ein Benefizspiel seines Heimatvereins VfR Marienfeld gegen Fortuna Düsseldorf zugunsten der Kinderkrebshilfe. Es war ein bewusster Abschied von vielen Weggefährten.

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