LR+LR+Wollitz
: Geduldsspiel auf dem Transfermarkt

Aachen und Duisburg haben schon sieben Neue, Energie Cottbus bisher nur Tobias Steffen von Leverkusen II. So mancher Fan wird unruhig, Coach Wollitz auch? Die Suche auf dem Transfermarkt entwickelt sich zum Geduldsspiel.
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Cottbus
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Ohne Handy geht in diesen Tagen nichts bei Claus–Dieter Wollitz. Trotz Urlaub, trotz Mallorca, trotz familiärer Verpflichtungen. Wollitz ist stets auf Empfang. Schließlich gilt es, die Mannschaft für die neue Saison der 2. Bundesliga zu basteln. Und so mancher Konkurrent hat auf dem Transfermarkt ordentlich vorgelegt. Alemannia Aachen und der MSV Duisburg haben schon sieben Neuzugänge verpflichtet. Die Ausbeute des FC Energie Cottbus nimmt sich vergleichsweise bescheiden aus. Am Freitag wurde mit der Ausleihe von Leverkusens Tobias Steffen der erste Erfolg auf dem Transfermarkt vermeldet.

Trainer Wollitz hat natürlich registriert, dass sich unter den Fans erste Unruhe breitmacht. „Ich kann die Fans verstehen. Aber ich als Trainer bitte auch um die Geduld der Fans. Ich bin überzeugt davon, dass es der richtige Weg ist, sehr genau hinzuschauen“, sagt Wollitz.

Vor einem Jahr um diese Zeit gehörte Energie ebenfalls nicht zu den Blitzstartern auf dem Transfermarkt. In das Trainingslager nach Herzlake reiste der FCE mit einem ziemlich unfer tigen Kader. Damals bemühte sich Wollitz wochenlang um die beiden Wolfsburger Daniel Adlung und Caiuby. Adlung kam am Ende nach Cottbus, Caiuby nicht. Sogar erst wenige Tage vor dem Saisonstart wurden die Transfers von Rok Kronaveter und Jules Reimerink perfekt gemacht. „Wir haben damals weitgehend jene Spieler bekommen, die wir haben wollten. Deshalb bin ich auch diesmal absolut ruhig“, betont Wollitz.

Energie muss nach den Abgängen seiner besten Torschützen Nils Petersen (Bayern München) und Emil Jula (MSV Duisburg) vor allem im Sturm nachlegen, um konkurrenzfähig in die neue Saison zu gehen. Allerdings ist die Sache mit der Geduld in diesem Jahr wegen des frühen Starts ganz besonders heikel. Denn das erste Spiel findet bereits am 15. Juli statt. Die Transferfrist läuft jedoch bis Ende August. Das heißt, dann dürfte schon fast ein Viertel der Saison vorüber sein. „Vom Saisonstart bis Ende August kann man mit Transfers die Meisterschaft entscheidend verändern“, prophezeit Wollitz. Für den Energie–Trainer ist das noch ein Grund mehr, das Pulver trocken zu halten.

Am weitesten sind die Verhandlungen mit Sebastian Tyrala vom VfL Osnabrück. Er besitzt zwar auch eine Anfrage von Union Berlin, hat sich aber für den Wechsel zu Energie ent schieden. Neuzugang Nummer ist also in Sicht.