Fußball Regionalliga Nordost
: SV Babelsberg weiter ungeschlagen – was dem FCE-Rivalen wichtiger als die Punkte ist

Der SV Babelsberg ist nach sechs Spielen in der Regionalliga Nordost und zwei im Brandenburger Landespokal ungeschlagen. Trainer Markus Zschiesche und Verteidiger Marcus Hoffmann erklären, warum der FCE-Rivale das Saisonziel trotzdem nicht ändert.
Von
Peter Mertes
Lübben
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Erfolgreich: Der SV Babelsberg ist mit sechs Siegen und zwei Unentschieden aus den ersten acht Pflichtspielen fast perfekt in die Saison 2022/23 gestartet.

Robert Naase

„Irgendwie habe ich das Gefühl, dass ich das jede Woche beantworten muss“, sagt Markus Zschiesche. Die Fragen an den neuen Trainer des SV Babelsberg stellen sich momentan aber auch fast von selbst: Mit vier Siegen und zwei Unentschieden aus den ersten sechs Spielen stehen die Babelsberger in der Regionalliga Nordost nur einen Punkt hinter dem Spitzenreiter Berliner AK.

Hinzu kommen mit dem 5:0 gegen Landesligist Grün-Weiß Brieselang und dem 4:2 gegen Brandenburgligist Grün-Weiß Lübben zwei Siege im Landespokal. Was ist also für den großen Rivalen von Energie Cottbus möglich in dieser Saison?

Babelsberg-Trainer Markus Zschiesche will eine Entwicklung sehen

„Wir haben eine Zielsetzung. Wir wollen besser sein als letzte Saison und die Saisons davor“, erklärt Zschiesche nach dem Sieg in der zweiten Pokalrunde in Lübben. Daran ändere sich nichts. Gemessen an der Tabelle würde dies eine einstellige Platzierung bedeuten, besser als Platz 11 (2021/22) und Platz 10 (2020/21).

Gegen mehr hätte der ehemalige Jugendtrainer von Energie Cottbus (U17 und U19) aber auch nichts einzuwenden. „Wenn du oben bist, will man trotzdem jedes Spiel gewinnen und wenn man die Großen ärgern kann, ist das auch noch unser Ziel“, erklärt der 40-Jährige, schränkt aber sogleich ein: „Was man will und was man bekommt, ist immer ein Unterschied.“

Viel wichtiger als ein konkreter Tabellenplatz ist Zschiesche grundsätzliches: „Für mich ist die Entwicklung wichtig, die nimmt immer stetig zu“, lobt der Trainer und übt sogar leichte Selbstkritik: „Ich bin ein bisschen zu eng in meinem Kopf und möchte, dass wir den ein oder anderen Schritt noch schneller in die Stabilität bekommen. Aber da muss man auch Geduld haben.“

Der Teamgeist beim SV Babelsberg stimmt, sagt Verteidiger Marcus Hoffmann

Einen Fortschritt sieht ebenfalls Abwehrspieler Marcus Hoffmann, der in Lübben ersatzweise als Kapitän auflief. „Es ist wichtig, dass wir sehen, dass es bei uns vorangeht. Wir haben einen breiten Kader, in dem es jeder verdient hat, zu spielen und jeder spielen will.“

Trainer Markus Zschiesche und Abwehrspieler Marcus Hoffmann im Video-Interview

Das schärfe den Konkurrenzkampf im Kader, berichtet Hoffmann: „Jeder muss Gas geben, weil der andere mit den Füßen scharrt.“ Der Atmosphäre im Kader tue das keinen Abbruch. „Das Wichtigste ist, dass wir alle an den Erfolg der Mannschaft denken und uns gegenseitig was gönnen.“

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